GGH eröffnet Museums-Duo in der Blauen Heimat

In dieser Woche feierte die GGH die Eröffnung einer Museumswohnung und Ausstellung zur Geschichte des Wohnungsbaus in Heidelberg. An zwei Tagen luden das Erstmieterpaar Herr und Frau Zuber, dargestellt von Heidelberger Schauspielern, die Gäste zur Besichtigung in „ihre“ Wohnung ein.

2021 feiert die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass stiftet die GGH ein Museums-Duo in der „Blauen Heimat“ im Stadtteil Handschuhsheim – einer der ersten Siedlungen der GGH.

„Das Museums-Ensemble verdeutlicht zum einen die zentrale Stellung der GGH, die sie als größte Vermieterin und Garantin für bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum seit einem Jahrhundert in der Stadt einnimmt“, sagt GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski, „zum anderen erweitern die kombinierten Räumlichkeiten die Museumslandschaft in Heidelberg und bringen mit viel Liebe zum Detail den Alltag einer Familie näher, die vor 100 Jahren in dieser Wohnung gelebt haben könnte.“ 

Bevor die Dauerausstellung und die Museumswohnung in der kommenden Woche für Besucher öffnen wird, hatten in dieser Woche die Mieter der „Blauen Heimat“, Mitarbeiter der GGH und geladene Gäste die Gelegenheit, vorab einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. 

„Normalerweise richten wir unsere Planungen immer mit Blick auf die Zukunft aus. Nun machen wir einen Sprung in die Vergangenheit und laden Sie ein, mit uns auf eine Zeitreise zu gehen“, mit diesen Worten begrüßte Peter Bresinski die Gäste am Mittwoch im Festzelt im Innenhof der „Blauen Heimat“. Zu den Gästen gehörte auch das Ehepaar Zuber. Historisch belegt ist, dass Friedrich Zuber 1927 als erster Mieter in die heutige Museumswohnung eingezogen ist. Zur Eröffnung wurde das Paar von den Heidelberger Schauspielern Felician Hohnloser und Johanna Dähler dargestellt und führte die Gäste durch die Wohnung und Ausstellung.

Professor Dr. Frieder Hepp, Direktor des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg, dankte der GGH in seinem Grußwort für die Einrichtung des Museums-Duos und hieß es als 43. Mitglied in der Runde der Heidelberger Museen willkommen. „Vor allem Kinder und Schulklassen können in der Museumswohnung hautnah erleben, wie das Leben vor 100 Jahren war“, so Hepp.

100 Jahre Wohnbaugeschichte
Die Dauerausstellung präsentiert die Geschichte des Wohnungsbaus in Heidelberg in den vergangenen 100 Jahren. Untergebracht in einem kleinen ehemaligen Ladenlokal an der Ecke Mühling- und Trübnerstraße, erfährt der Besucher Wissenswertes zur Geschichte des Wohnungsbaus in Heidelberg und Handschuhsheim. In den Jahren nach seiner Eingemeindung entwickelte sich der bis dahin eher dörflich geprägte Stadtteil Handschuhsheim – im Volksmund auch „Hendesse“ genannt – in den 1920er-Jahren rasch zum urbanen Wohnquartier. Texttafeln und zwei Multimedia-Säulen informieren mit zahlreichen Bildern und Filmausschnitten über das Leben in der damaligen Zeit.

Liebevoll eingerichtete Museumswohnung
Nur wenige Meter entfernt können große und kleine Besucher in einer liebevoll und historisch rekonstruierten Museumswohnung das Alltagsleben einer Familie erleben, die vor einem Jahrhundert in diesem Haus gelebt haben könnte. Die Museumsplaner haben dem Erstmieter Friedrich Zuber Ehefrau Gretchen und Sohn Heinz sowie Tochter Lotte zur Seite gestellt. In der Drei-Zimmer-Wohnung mit Holzöfen und Sprossenfenstern lässt sich der Alltag der Familie im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen erleben: Die Gespräche der Familie erklingen automatisch beim Betreten der Räume, und in der Küche duftet es beispielsweise nach Kuchen, den Mutter Gretchen den Kindern verspricht, wenn sie ihre Suppe aufessen.
Die historischen Möbel und Alltagsgegenstände stammen zum Teil aus dem Freilichtmuseum Beuren bei Stuttgart oder privatem Besitz. Unterstützt und beraten wurde die GGH bei der Einrichtung unter anderem vom Kurpfälzischen Museum. Die Texte haben Heidelberger Schauspieler eingesprochen.

Besonders für Kinder geeignet
Die Wohnung ist als außerschulischer Lernort und als Museum zum Anfassen konzipiert. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Exponate in der Museumswohnung, die besonders für Kinder geeignet ist, geöffnet und angefasst werden. In Möbeln und Gegenständen verstecken sich über zwanzig sogenannte „History-Points“, die mit einem grünen Punkt gekennzeichnet sind. Sie signalisieren, dass sich hier Informationen verstecken, die Hintergrundinformationen zum Leben in der damaligen Zeit geben: Was haben die Menschen gegessen, welche Kleidung haben sie getragen, welche Fächer wurden in der Schule unterrichtet und was haben die Menschen in ihrer Freizeit gemacht? 

Eintritt und Öffnungszeiten
Die Museumswohnung befindet sich in der Mühlingstraße 16, die Dauerausstellung in der Mühlingstraße 22. Hier beginnt auch der Museumsrundgang. Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und an jedem zweiten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. Gruppen können auf Anfrage einen separaten Termin buchen. Der Eintritt ist kostenlos.

Merh Infos gibt es hier
 

Gretchen Zuber, alias Schauspielerin Johanna Dähler, Friedrich Zuber, alias Felician Hohenloser und GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski stoßen auf die Eröffnung der Museumswohnung an (v.l.n.r.)
Gretchen Zuber, alias Schauspielerin Johanna Dähler, Friedrich Zuber, alias Felician Hohenloser und GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski stoßen auf die Eröffnung der Museumswohnung an (v.l.n.r.)
Gretchen Zuber (alias Schauspielerin Johanna Dähler), Prof. Dr. Frieder Hepp (Direktor des Kurpfälzischen Museums), Peter Bresinski (GGH-Geschäftsführer) und Friedrich Zuber (alias Schauspieler Felician Hohenloser) vor der Museumswohnung der GGH
Gretchen Zuber (alias Schauspielerin Johanna Dähler), Prof. Dr. Frieder Hepp (Direktor des Kurpfälzischen Museums), Peter Bresinski (GGH-Geschäftsführer) und Friedrich Zuber (alias Schauspieler Felician Hohenloser) vor der Museumswohnung der GGH
Zu Gast bei Familie Zuber
Zu Gast bei Familie Zuber

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