Der Konzern in Zahlen

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bezahlbares Wohnen ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Unternehmen, die investieren können und auch dann handlungsfähig bleiben, wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind. Genau darin liegt der Auftrag der GGH und BSG. Wir bauen, sanieren und entwickeln Quartiere für Heidelberg. Und wir tun dies in einer Zeit, in der die Anforderungen an Wohnungsunternehmen stetig steigen.

Das Geschäftsjahr 2025 hat gezeigt, dass die GGH für diese Aufgabe solide aufgestellt ist. Der Konzern erwirtschaftete bei Erträgen von rund 111,1 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von rund 10,3 Millionen Euro. Der Cashflow stieg auf rund 31 Millionen Euro und lag damit rund sechs Millionen Euro über dem Vorjahr. Bilanzsumme und Anlagevermögen sind erneut gewachsen. Diese Entwicklung unterstreicht, dass wir konsequent in Neubau, Bestand und Quartiersentwicklung investieren. Das vorliegende Ergebnis ist sehr erfreulich und bildet die Grundlage dafür, dass wir unseren Auftrag auch künftig verlässlich erfüllen können.

Dass wir diesen Weg im Sinne unserer Strategie 2035 konsequent gehen, zeigt auch der Blick auf unseren Bestand. Im Jahr 2025 haben wir rund 24,3 Millionen Euro in die Erhaltung unserer Gebäude investiert. Gleichzeitig konnten wir die durchschnittliche Miete der 7.483 GGH-Wohnungen mit 7,98 Euro pro Quadratmeter auf einem im Marktvergleich moderaten Niveau halten. Rund 62 Prozent ihres Gesamtbestandes vermietet die GGH für weniger als acht Euro pro Quadratmeter. Davon profitieren unsere Mieterinnen und Mieter. Wirtschaftliche Stabilität und soziale Verantwortung gehören für uns untrennbar zusammen.

Bis 2030 umfasst das Investitions- und Projektvolumen des GGH-Konzerns rund 742 Millionen Euro. Unser Ziel ist es, Quartiere zu entwickeln, die dauerhaft funktionieren und den Menschen ein gutes Lebensumfeld bieten. Projekte wie das Hospital-Quartier, die ausgezeichnete Entwicklung des Wieblinger Wegs oder unsere Konversionsvorhaben stehen exemplarisch dafür. Und sie zeigen, dass Stadtentwicklung ganzheitlich gedacht werden muss. Gebäude müssen heute technisch, wirtschaftlich und ökologisch verstanden werden. Entscheidend ist dabei nicht die Menge an Daten, sondern ihre intelligente Verknüpfung. Erst das Zusammenspiel von Planung, Bau und Sanierung sowie technischem und kaufmännischem Bestandsmanagement schafft die Grundlage für zukunftsfähige Entscheidungen.

Damit wir diesen Anspruch erfüllen können, brauchen wir nicht nur leistungsfähige Strukturen, sondern vor allem engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich einbringen, über ihren eigenen Fachbereich hinausdenken und den Wandel aktiv mitgestalten. Ein wichtiger Meilenstein war deshalb der Aufbau unserer Personalentwicklung. Gerne stellen wir Ihnen die Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Arbeitsschwerpunkte in einem eigenen Artikel vor.

Auch in anderen administrativen Bereichen haben wir 2025 wichtige Fortschritte erzielt. Dazu zählt insbesondere unser Nachhaltigkeitsmanagement. Erstmals geben wir Ihnen Einblicke in den neuen Nachhaltigkeitsbericht der GGH. Er macht transparent, wie wir ökologische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften in unsere Unternehmenssteuerung integrieren und welche Fortschritte wir beispielsweise bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen, dem Ausbau der Photovoltaik sowie der energetischen und ökologischen Weiterentwicklung unseres Gebäudebestands erzielen. 

Der vorliegende Geschäftsbericht zeigt nicht nur, was die GGH im Geschäftsjahr 2025 bewegt hat. Er dokumentiert wirtschaftliche Stabilität, hohe Investitionen und zahlreiche Projekte, die Heidelberg langfristig stärken. Entscheidend ist für mich, dass die GGH bei allen Herausforderungen investitionsfähig bleibt. Denn nur ein wirtschaftlich starkes Unternehmen kann die Entwicklung unserer Stadt aktiv mit­gestalten.

Ihr 
Peter Bresinski

Foto: Thilo Ross