Garderobe in einer Kita voller Kinderjacken unter einem großen gemalten Regenbogen | © Christian Buck

90 Kinder unter einem Dach

Die Bergheimer Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist seit über 35 Jahren Mieterin der GGH. Die GGH verwaltet das rund 710 Quadratmeter große städtische Gebäude und ist Ansprechpartnerin für alle immobilienbezogenen Aufgaben. Yvonne Meng arbeitet seit 2002 in der Einrichtung und hat im letzten Jahr die Leitung übernommen.

Frau Meng, was macht Ihre Einrichtung besonders?

Es fühlt sich an wie eine große Familie. Die Kinder kennen alle Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat ist sehr gut. Wir haben gewachsene Strukturen und nur wenig Fluktuation. Einige Kollegen haben, ebenso wie ich, schon ihre Ausbildung hier absolviert. 

Kita-Leiterin und ein paar Kinder an einem Klettergerüst schauen in die Kamera | © Christian Buck

Yvonne Meng leitet seit 2025 die Bergheimer Kindertagesstätte der AWO

Wie sieht ein typischer Kita-Tag aus?

Wir sind eine Ganztagseinrichtung und haben montags bis freitags von sieben bis siebzehn Uhr geöffnet. Die Kinder werden zwischen sieben und neun Uhr gebracht. Manche sind am frühen Morgen noch müde, andere stecken bereits voller Tatendrang. Wir nehmen auf alle Bedürfnisse Rücksicht. Die Kinder können spielen, malen oder ein Buch anschauen. Wer möchte, zieht sich in eine Kuschelecke zurück.

Am Vormittag erwartet die Kinder außerdem ein vielfältiges Angebot aus Musik-, Bewegungs- und Spracherziehung, ergänzt durch Projekte wie die Vorschularbeit, die Forscherstation sowie heilpädagogische Förderung. Das Mittagessen wird in den Gruppen eingenommen. Anschließend halten unsere Jüngsten Mittagsschlaf. Am Nachmittag bieten wir wieder pädagogische Angebote sowie Zeit für freies Spielen an.

Zwei kleine Jungen fahren auf einem Dreirad vor einer bunt bemalten Mauer | © Christian Buck
Garderobe in einer Kita voller Kinderjacken unter einem großen gemalten Regenbogen | © Christian Buck
Ein gedeckter langer Tisch in der Kita mit weißen Tellern und bunten Bechern | © Christian Buck
Nahaufnahme eines Regals mit Bilderbüchern und Blättern mit der Aufschrift "Kinderwünsche"  | © Christian Buck

Wie gestaltet sich Ihr Tag als Leiterin?

Ich weiß nie, was der Tag für mich bereithält, jeder Tag ist anders. Morgens gehe ich zuerst ins Büro, starte den Computer und lese meine E-Mails. Danach schaue ich im Frühdienst vorbei, sage den Kindern „Hallo“ und erkundige mich bei den Kollegen nach Neuigkeiten. Wenn personeller Bedarf besteht, unterstütze ich den Frühdienst. Zurück im Büro gibt es viel Verwaltungsarbeit zu erledigen. Ein großer Teil entfällt auf Personalplanung sowie Gespräche mit Eltern und Mitarbeitern. Die Betreuung der Kinder geht jedoch stets vor. Ich freue mich, wenn ich in den Gruppen aushelfen kann.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir betreuen eine Krippengruppe mit zehn Kindern und vier Kindergartengruppen mit je 20 Kindern. Unser Team besteht aus rund 20 Mitarbeitern mit unterschiedlichen Qualifikationen, von Erziehern über Fachkräfte aus Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften und Sportpädagogik bis hin zu FSJlern, die bei uns ihren Freiwilligen Sozialen Dienst leisten. Auch altersmäßig sind wir gemischt mit „alten Hasen“ und jungen Mitarbeitern, die frisch von der Fachhochschule kommen.

„Die Kinder können spielen, malen oder ein Buch anschauen. Wer möchte, zieht sich in eine Kuschelecke zurück.”

Yvonne Meng, Kita-Leiterin

Porträt Yvonne Meng, Innenaufnahme mit Spielsachen im Hintergrund, lächelt in die Kamera | © Christian Buck

Die Kita ist seit 35 Jahren in den Räumlich­keiten der GGH zuhause. Was bedeutet der Standort für Ihre tägliche Arbeit?

Wir genießen das Flair des Altbaus. Das Gebäude ist gut konzipiert. Wir verfügen über eine eigene Turnhalle und ein großes, schönes Außengelände. Unser Spielplatz liegt geschützt im Hinterhof. Selbst im Sommer, wenn sich die Hitze in der Mittermaierstraße staut, ist es dort angenehm kühl. Den Straßenlärm bekommen wir auch nicht mit. Im Hof gibt es einen Sandkasten, einen Kletterturm, Rutschen, Schaukeln und sogar einen kleinen Bolzplatz, auf dem viel Fußball gespielt wird. Auch die Lage ist ideal. Die Nähe zum Bahnhof und zum Uniklinikum ist für viele Mitarbeiter und Eltern ein großer Vorteil.

30. April 2026 | Fotos: Christian Buck