90 Kinder unter einem Dach
Die Bergheimer Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist seit über 35 Jahren Mieterin der GGH. Die GGH verwaltet das rund 710 Quadratmeter große städtische Gebäude und ist Ansprechpartnerin für alle immobilienbezogenen Aufgaben. Yvonne Meng arbeitet seit 2002 in der Einrichtung und hat im letzten Jahr die Leitung übernommen.
Frau Meng, was macht Ihre Einrichtung besonders?
Es fühlt sich an wie eine große Familie. Die Kinder kennen alle Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat ist sehr gut. Wir haben gewachsene Strukturen und nur wenig Fluktuation. Einige Kollegen haben, ebenso wie ich, schon ihre Ausbildung hier absolviert.
Yvonne Meng leitet seit 2025 die Bergheimer Kindertagesstätte der AWO
Wie sieht ein typischer Kita-Tag aus?
Wir sind eine Ganztagseinrichtung und haben montags bis freitags von sieben bis siebzehn Uhr geöffnet. Die Kinder werden zwischen sieben und neun Uhr gebracht. Manche sind am frühen Morgen noch müde, andere stecken bereits voller Tatendrang. Wir nehmen auf alle Bedürfnisse Rücksicht. Die Kinder können spielen, malen oder ein Buch anschauen. Wer möchte, zieht sich in eine Kuschelecke zurück.
Am Vormittag erwartet die Kinder außerdem ein vielfältiges Angebot aus Musik-, Bewegungs- und Spracherziehung, ergänzt durch Projekte wie die Vorschularbeit, die Forscherstation sowie heilpädagogische Förderung. Das Mittagessen wird in den Gruppen eingenommen. Anschließend halten unsere Jüngsten Mittagsschlaf. Am Nachmittag bieten wir wieder pädagogische Angebote sowie Zeit für freies Spielen an.
Wie gestaltet sich Ihr Tag als Leiterin?
Ich weiß nie, was der Tag für mich bereithält, jeder Tag ist anders. Morgens gehe ich zuerst ins Büro, starte den Computer und lese meine E-Mails. Danach schaue ich im Frühdienst vorbei, sage den Kindern „Hallo“ und erkundige mich bei den Kollegen nach Neuigkeiten. Wenn personeller Bedarf besteht, unterstütze ich den Frühdienst. Zurück im Büro gibt es viel Verwaltungsarbeit zu erledigen. Ein großer Teil entfällt auf Personalplanung sowie Gespräche mit Eltern und Mitarbeitern. Die Betreuung der Kinder geht jedoch stets vor. Ich freue mich, wenn ich in den Gruppen aushelfen kann.
Wie groß ist Ihr Team?
Wir betreuen eine Krippengruppe mit zehn Kindern und vier Kindergartengruppen mit je 20 Kindern. Unser Team besteht aus rund 20 Mitarbeitern mit unterschiedlichen Qualifikationen, von Erziehern über Fachkräfte aus Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften und Sportpädagogik bis hin zu FSJlern, die bei uns ihren Freiwilligen Sozialen Dienst leisten. Auch altersmäßig sind wir gemischt mit „alten Hasen“ und jungen Mitarbeitern, die frisch von der Fachhochschule kommen.
„Die Kinder können spielen, malen oder ein Buch anschauen. Wer möchte, zieht sich in eine Kuschelecke zurück.”
Yvonne Meng, Kita-Leiterin
Die Kita ist seit 35 Jahren in den Räumlichkeiten der GGH zuhause. Was bedeutet der Standort für Ihre tägliche Arbeit?
Wir genießen das Flair des Altbaus. Das Gebäude ist gut konzipiert. Wir verfügen über eine eigene Turnhalle und ein großes, schönes Außengelände. Unser Spielplatz liegt geschützt im Hinterhof. Selbst im Sommer, wenn sich die Hitze in der Mittermaierstraße staut, ist es dort angenehm kühl. Den Straßenlärm bekommen wir auch nicht mit. Im Hof gibt es einen Sandkasten, einen Kletterturm, Rutschen, Schaukeln und sogar einen kleinen Bolzplatz, auf dem viel Fußball gespielt wird. Auch die Lage ist ideal. Die Nähe zum Bahnhof und zum Uniklinikum ist für viele Mitarbeiter und Eltern ein großer Vorteil.
30. April 2026 | Fotos: Christian Buck