28.07.2026
Jahresabschluss 2025: Positive Ergebnisse und hohe Investitionen in bezahlbaren Wohnraum und Nachhaltigkeitsmanagement
Die wichtigsten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 (GGH-Konzern):
- Bilanzsumme: 936,8 Millionen Euro (VJ: 905,3 Millionen Euro)
- Anlagevermögen: 790 Millionen Euro (VJ: 751,2 Millionen Euro)
- Eigenkapital: 162,3 Millionen Euro (VJ: 152 Millionen Euro)
- Jahresüberschuss: 10,3 Millionen Euro (VJ: 8,8 Millionen Euro)
- Cashflow: 31 Millionen Euro (VJ: 19,2 Millionen Euro)
- Eigene Wohnungen: 7.483 (VJ: 7.351)
- Durchschnittliche Nettokaltmiete: 7,98 Euro pro Quadratmeter (VJ: 7,85 Euro pro Quadratmeter)
Die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) und ihre Tochtergesellschaft, die Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg (BSG), haben das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Der GGH-Konzern erzielte einen Jahresüberschuss von 10,3 Millionen Euro und übertraf damit das Vorjahresergebnis von 8,8 Millionen Euro. Auch der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit entwickelte sich positiv und stieg von 19,2 Millionen Euro auf 31 Millionen Euro. Dadurch stehen mehr eigene Mittel für Investitionen, Modernisierungen und die Erfüllung finanzieller Verpflichtungen zur Verfügung. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 905,3 Millionen Euro auf 936,8 Millionen Euro. Zugleich stieg das Eigenkapital um 10,3 Millionen Euro auf 162,3 Millionen Euro.
„Das vorliegende Ergebnis ist sehr erfreulich und bildet die Grundlage dafür, dass wir unseren Auftrag auch künftig verlässlich erfüllen können“, sagt Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH und BSG. Die positive wirtschaftliche Entwicklung stärkt die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns und schafft die Grundlage für weitere Investitionen in Wohnungsbau, Quartiersentwicklung und kommunale Infrastruktur.
Hohe Investitionen in Wohnungsbau und Stadtentwicklung
Der GGH-Konzern verfolgt weiterhin konsequent seine Strategie 2035, die auf den Neubau von bezahlbarem Wohnraum und langfristiger Bestandserhaltung setzt. Das Anlagevermögen wuchs im Berichtsjahr auf 790 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2025 investierte die GGH rund 35,7 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen sowie 24,3 Millionen Euro in die Modernisierung, Instandhaltung und Verbesserung ihres Wohnungsbestands. Das Unternehmen stärkt damit nicht nur das Angebot an bezahlbarem Wohnraum, sondern erhöht zugleich die Wohnqualität und Energieeffizienz seiner Bestandsgebäude.
2025 hat die GGH 133 Neubauwohnungen und eine Gewerbeeinheit fertiggestellt. Damit wurde der eigene Bestand auf 7.483 Wohnungen ausgebaut. Weitere 1.500 Wohnungen befinden sich in Bau und Projektierung. Bis zum Jahr 2030 umfasst das Investitions- und Projektvolumen rund 742 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Errichtung und dem Erhalt von qualitätsvollen und lebenswerten Quartieren, die das soziale Miteinander stärken.
Die Gestaltung der Fassaden spielte bei der Planung des Quartiers ein große Rolle. Foto: GGH/Christian Buck.
Im Berichtsjahr konnten wichtige Bauprojekte erfolgreich abgeschlossen und vorangetrieben werden. Im Hospital-Quartier wurden nach nur zwei Jahren Bauzeit die ersten 191 Wohnungen sowie die Quartiershochgarage fertiggestellt. Die GGH war als Erschließungsträgerin für die Baureifmachung der Flächen verantwortlich und entwickelte das Gesamtkonzept sowie den Gestaltungsleitfaden für das Quartier. Dort entstehen durch öffentliche und private Bauträger insgesamt rund 600 Wohnungen in verschiedenen Formen und Preissegmenten. Direkt neben der Quartiershochgarage plant die GGH auf dem noch brachliegenden Baufeld MU Süd weitere rund 60 geförderte Neubauwohnungen für Haushalte mit mittleren und unteren Einkommen. Der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Die 99 Wohnungen im Wieblinger Weg sind in fünf L-förmigen Gebäuden untergebracht, die in modularer Holzhybridbauweise errichtet wurden. Foto: GGH/Christian Buck.
Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des Neubauprojekts am Wieblinger Weg mit 99 Wohnungen für Beschäftigte des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Das in modularer Holzhybridbauweise errichtete Gebäude wurde 2025 mit dem renommierten DW-Zukunftspreis ausgezeichnet und gilt als beispielhaft für wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen.
Darüber hinaus beendete die GGH die umfassende Sanierungsarbeiten an der historischen Stadthalle Heidelberg. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde seit 2019 umfassend modernisiert und Anfang 2026 als Konzerthaus Stadthalle wiedereröffnet. Zudem begleitete der GGH-Konzern im Berichtsjahr weitere Bau- und Immobilienprojekte für die Stadt Heidelberg und ihre Gesellschaften.
Der neugestaltete Wolfgang-Marguerre-Saal ist das Herzstück der sanierten Stadthalle.
Bezahlbarer Wohnraum bleibt Kernauftrag
Mit 7.483 eigenen Wohnungen bleibt die GGH die größte Vermieterin Heidelbergs und stellt rund 15 Prozent aller Mietwohnungen der Stadt bereit. Damit trägt sie wesentlich zur Wohnraumversorgung in Heidelberg bei. Die durchschnittliche Nettokaltmiete beträgt im Berichtsjahr 7,98 Euro pro Quadratmeter und liegt damit weiterhin deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Rund 62 Prozent des Wohnungsbestands werden für weniger als acht Euro pro Quadratmeter vermietet. Damit erfüllt die GGH auch weiterhin ihren Auftrag, breite Bevölkerungsschichten mit bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum zu versorgen.
Die Fluktuation lag 2025 bei 4,8 Prozent und damit unter dem Niveau der Vorjahre. Die marktbedingte Leerstandsquote betrug lediglich 0,51 Prozent. Die Gesamtleerstandsquote blieb mit 1,48 Prozent gegenüber dem Vorjahr unverändert auf einem sehr niedrigen Niveau.
Das niedrige Leerstandsniveau zeigt, dass nahezu der gesamte Wohnungsbestand der GGH vermietet ist und weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Heidelberg besteht.
Erster Nachhaltigkeitsbericht nach VSME-Standard
Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie der GGH. Für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht das Unternehmen erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem freiwilligen europäischen Berichtsstandard VSME für kleine und mittlere Unternehmen (Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs). Grundlage ist der Branchenleitfaden des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Dieser schafft eine transparente und vergleichbare Darstellung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen der GGH.
Beim Klimaschutz setzt die GGH ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort. Die Dekarbonisierung des Gebäudebestands wird unter anderem durch die Modernisierung von Heizungsanlagen, den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltiger Neubaukonzepte vorangetrieben. Im Berichtsjahr wurde die installierte Photovoltaikleistung auf rund 1.835 Kilowatt-Peak (kWp) erhöht. Bis 2035 sollen alle technisch und wirtschaftlich geeigneten Dachflächen der GGH mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.
Als kommunales Wohnungsunternehmen verbindet die GGH ihre Klimaschutzziele mit ihrem sozialen Auftrag. Bezahlbarer Wohnraum, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltiges Handeln bilden die Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung des Unternehmens.