Hospital-Quartier
Auf dem zehn Hektar großen Hospital-Areal in Rohrbach entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Wohnquartier mit rund 600 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen. Die GGH ist als Erschließungsträgerin für die Baureifmachung der gesamten Fläche verantwortlich und baut rund 250 eigene Wohnungen sowie die Hochgarage am Rande des Quartiers.
Im Dezember 2025 stellte die GGH die ersten 191 Wohnungen fertig. Die Wohnungen sind auf 19 Häuser verteilt, die sich um zwei begrünte Innenhöfe gruppieren. Die beiden Baufelder WA3 und WA4 liegen direkt am Quartierspark im Zentrum des Hospital-Areals. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die sogenannte Chapel. Die Stadt Heidelberg plant, das ehemalige Kirchengebäude der US Army zu einem Nachbarschafts- und Quartierstreff umzubauen. Südlich davon entsteht ein rund 7.000 Quadratmeter großer Park mit zentraler Spiel- und Liegewiese sowie großzügigen Freiflächen. 120 der neuen Wohnungen wurden nach den Vorgaben des Landes für öffentlich geförderten Wohnraum errichtet, weitere rund 71 Wohnungen entstanden im preisgedämpften Segment.
Mit dem Bau der Quartiershochgarage begann die GGH im Juni 2025, der Neubau wurde am 1. März 2026 in Betrieb genommen.
Direkt neben der Quartiershochgarage entwickelt die GGH auf dem bislang brachliegenden Baufeld MU Süd weitere rund 60 geförderte Neubauwohnungen für Haushalte mit mittleren und unteren Einkommen sowie Gewerbeflächen. Mit diesem Projekt schließt die GGH eine der letzten städtebaulichen Lücken in dem neuen Heidelberger Stadtquartier. Der Baustart für MU Süd ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Zahlen und Fakten
- Start der Erschließungsarbeiten: 2020
- 600 Wohnungen, davon 40 Prozent geförderter Wohnraum und rund 250 Wohnungen im Bestand der GGH
- Quartierskonzept mit den Bausteinen Wohnzielgruppen, Energie, Verkehr/Mobilität und Städtebau
- 7.000 qm großer Park
- Hochgarage mit 225 PKW-Stellplätzen, Besucherstellplätzen, E-Ladestationen, Lastenräder, Paketstation
- 46 Fahrradabstellplätze im Außenbereich
- PV-Anlagen auf den Dachflächen
Wohnzielgruppenkonzept für 600 Haushalte
40 Prozent der geplanten Wohnungen im Hospital-Quartier sind für Haushalte mit unterem und mittlerem Einkommen vorgesehen. Hierfür entwickelte die GGH ein einkommensorientiertes Förderprogramm, bei dem die Bewohner maximal 30 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Warmmiete bezahlen müssen. Erreicht wird dies mit Mitteln aus dem Landeswohnraumförderungsprogramm sowie einer einkommensorientierten Zusatzförderung, die aus der Entwicklung des Quartiers finanziert werden soll.
Die weiteren Baufelder werden von privaten Bauträgern bebaut, die sich mit der GGH zur Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Hospital zusammengeschlossen haben.
Ziele technologieoffen erreichen
Im Sinne der städtischen Klimaschutzziele ist eine klimafreundliche Quartiersversorgung für das Hospital-Areal vorgesehen. Leitgröße ist dabei vorrangig die CO2-Emission und nicht allein der Heizwärmebedarf. Die Energieversorgung der Gebäude soll technologieoffen erfolgen. Photovoltaik-Anlagen dienen der lokalen Energieerzeugung. Zudem sind die Begrünung von Gebäudefassaden und eine hocheffiziente Fernwärme-Hausübergabestation geplant. Im Inneren wird das Quartier nahezu autofrei sein: Es gilt ein reduzierter Stellplatzschlüssel von 0,7 Autos pro Haushalt, privates Parken ist nur in einzelnen Tiefgaragen an den Rändern sowie in der Quartiershochgarage möglich. Auch Car- und Bikesharing mit E-Mobilität sowie der Ausbau der Radwege außerhalb des Quartiers sind geplant.
Die großzügigen Grün- und Freiräume werden so angelegt, dass sie zu Verknüpfungs- und Anziehungspunkten für die benachbarten Stadtviertel werden. Im Zentrum entsteht ein rund 7.000 Quadratmeter großer Park mit zentraler Spiel- und Liegewiese sowie großzügigen Spielflächen.
Mehr erfahren Sie auf der Seite hospital-heidelberg.de
Die Entstehungsgeschichte
Fotos: GGH/Christian Buck