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Aus Alt mach Neu

Über 37 Millionen Tonnen Abfall* sind 2015 aus den Haushalten in Deutschland angefallen – das sind 455 Kilogramm pro Einwohner. Bei korrekter Trennung können daraus neue Wertstoffe gemacht werden. Außerdem sparen Sie Geld, wenn die Menge an Restmüll reduziert wird, weil die Kommunen hierfür die höchsten Gebühren berechnen.

Die Abfallwirtschaft ist eine Kreislaufwirtschaft. Es geht darum, natürliche Ressourcen zu schonen und Abfälle umweltverträglich zu bewirtschaften. Mittlerweile werden laut Umweltbundesamt 88 Prozent des Haushaltsmülls wiederverwertet.

Papier

Papier ist ein wertvoller Rohstoff. Seine Herstellung benötigt viel Holz, Energie und Wasser. Das kann durch die Verwendung von Altpapier bei der Produktion von neuem Papier wesentlich vermindert werden. 2015 setzte die Papierindustrie 74 Prozent Altpapier ein. Dieser Anteil ließe sich technisch noch erhöhen, wenn die Nachfrage der Verbraucher nach Recyclingprodukten steigen würde. 

Tipp: Vom Toilettenpapier über Küchenrollen und Taschentücher bis hin zu Druckerpapier gibt es Angebote aus Recyclingpapier.

Verpackungen

Die Verpackungsabfälle nehmen seit Jahren zu. Zwei Drittel davon kommen aus dem Verbrauch von Nahrungsmitteln, Getränken und Heimtierfutter. Der steigende Konsum von Fertiggerichten oder verpackten Speisen und Getränken unterwegs ist hier ablesbar. Die über Gelbe Säcke und Tonnen eingesammelten Verpackungsabfälle aus den Haushalten werden in Sortieranlagen getrennt. Weißblech, Aluminium, Getränkekartons und die verschiedenen Kunststoffarten können stofflich wiederverwertet werden. Andere Verpackungsarten und Sortierreste werden eher energetisch verwertet. 

Tipp: Bevorzugen Sie Produkte ohne aufwändige Verpackungen. Nehmen Sie zum Einkauf Tüten oder Taschen von zuhause mit und verwenden Sie Plastiktüten mehrfach.

Glas

Glas kann immer wieder eingeschmolzen und zu neuen Glasprodukten verarbeitet werden. Schon seit 1974 gibt es ein flächendeckendes Sammelsystem für Flaschen und anderes sogenanntes „Behälterglas“, heute mit über 250.000 Altglascontainern bundesweit. Altglas schmilzt bei geringeren Temperaturen als die zur Glasherstellung erforderlichen Rohstoffe. Deshalb sinkt der Energiebedarf bei der Produktion, wenn Glasscherben zugefügt werden. 

Tipp: Mehrwegflaschen aus Glas können über 40-mal neu befüllt werden. Deshalb sind sie deutlich ökologischer als Einweg-Gläser.

Bioabfall

Die Heidelberger Küchen- und Gartenabfälle werden im Kompostwerk Wieblingen verarbeitet. Kompost verbessert die Bodenstruktur und fördert das Pflanzenwachstum. Dünger und Torf können so eingespart werden. Rund 80 Prozent des Wieblinger Rohkomposts werden in den Weinbergen der Südpfalz und in Südhessen eingebracht. Die restlichen 20 Prozent werden zu Blumen- und Gartenerden, Fertigkompost und Edelmulch weiterverarbeitet. Diese Produkte werden zum Beispiel auf den Recyclinghöfen verkauft. 

Tipp: Sie können die Menge an Restmüll um bis zu 40 Prozent reduzieren, wenn Sie Küchenabfälle korrekt trennen.

*Das entspricht dem Gewicht von rund 26.000 VW Golfs.

Sortierhilfe für Haushaltsabfälle