GGH AKTUELL

Baumschutz verbessert (nachbarschaftliches) Klima

Nachbarschaftlichen Austausch pflegen und Verbundenheit ausdrücken – das können die Rohrbacher Bürger seit Anfang Mai auf einer Bretterwand an der Freiburger Straße.

„Schreibe eine Nachricht oder einfach etwas Nettes“ – Diese Aufforderung prangt in der Mitte einer großen Sprechblase auf der Bretterwand hinter der Bushaltestelle Freiburger Straße. Die Bretter dienen als Baumschutz während der Bauarbeiten auf dem ehemaligen Hospital-Gelände der US-Armee im Süden von Rohrbach.

Mitte März, als in Deutschland auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie der Kontakt untereinander auf ein Minimum beschränkt wurde, war das Quartiersmanagement Hasenleiser auf der Suche nach einer Möglichkeit, den zwischenmenschlichen Dialog nicht abreißen zu lassen. „Wir standen vor der Frage: Wie können wir es schaffen, weiterhin mit allen in Verbindung zu bleiben“, erläutert Sarah Labusga vom Quartiersmanagement Hasenleiser, das vom Caritasverband Heidelberg getragen wird. Da viele Austausch- und Hilfsangebote im digitalen Raum stattfanden, sollte bewusst eine analoge Möglichkeit geschaffen werden, über die die Menschen in Kontakt treten können – und zugleich den nötigen Abstand halten.

 

Zeichen der Verbundenheit
Für eine lebendige Nachbarschaft sind die vielfältigen Kontakte, die oft zufällig auf Veranstaltungen entstehen, wichtig. Das Quartiersmanagement fördert im Auftrag der Stadt Heidelberg den Austausch der verschiedenen Akteure im Stadtteil. Durch die Kontaktsperre war die Arbeit in weiten Teilen lahmgelegt. „Wir hatten dann die Idee, die Bretterwand am Zaun zum Hospital-Gelände als Austauschplattform zu nutzen“, berichtet Labusga weiter. In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein Rohrbach und dem Künstler Florian Feigenbutz entstand so ein Kunstprojekt, das auch über die Corona-Zeit hinaus Bestand haben wird.

„Wir danken vor allem auch der GGH, die uns ein weiteres Mal schnell und unkompliziert geholfen und uns so toll unterstützt hat“, so Labusga. Die GGH entwickelt hier bis 2025 ein Wohngebiet mit rund 600 Wohnungen, das sowohl dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt, den sozialen Zusammenhalt fördert als auch eine funktionale Durchmischung von Wohn- und Arbeitsstätten bietet. Das Quartier setzt in den Bereichen Wohnen, Energie, Verkehr und Städtebau auf nachhaltige und zukunftsweisende Konzepte. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres konnte das Quartiersmanagement Hasenleiser mit Hilfe der GGH auf einer Betonmauer direkt neben dem Baumschutzzaun an der Freiburger Straße ein Graffiti-Kunstprojekt verwirklichen.

Austauschplattform mit mutmachenden Botschaften
Anfang Mai war es dann endlich soweit: Neben dem Graffiti-Schriftzug #rohrbachhaeltzusammen wurden Stifte aufgehängt, so dass jeder eine der bunten Sprechblasen mit persönlichen Nachrichten für die Nachbarschaft füllen kann. Bei der Einweihung war der Erste Bürgermeister Heidelbergs, Jürgen Odszuck, einer der ersten, die sich auf der „Wand der Solidarität“ eingetragen haben.

 

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