IN HEIDELBERG

Begehbare Geschichte

16 Stationen hat der im Herbst eröffnete historische Rundgang durch Handschuhsheim. Glastafeln präsentieren geschichtliche Details zu herausragenden historischen Gebäuden.

Zum diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ erhielt Handschuhsheim vom Stadtteilverein ein ganz besonderes Geschenk: Insgesamt 16 Glastafeln wurden an wichtigen historischen Gebäuden Handschuhsheims angebracht. Diese sind mit einem QR-Code ausgestattet, sodass Bürger und Touristen weitere Informationen mittels Smartphone oder Tablet abrufen können. Ebenso sind Bilder hinterlegt, die zum Teil noch aus früheren Zeiten stammen. Selbst auf Englisch kann man mehr über die Geschichte der Tiefburg, des alten Rathauses, des Gasthauses „Alt Hendesse“ und 13 weiterer Orte in Handschuhsheim erfahren. Und auch Kinder kommen auf ihre Kosten, wenn sie beim historischen Rundgang dank QR-Code die beiden letzten Burgkinder Hans und Barbara kennenlernen, die in der Tiefburg zu Hause waren.

Auch am Atzelhof trifft man auf eine der interaktiven Info-Tafeln. Der Atzelhof ist das erste Wohnbauprojekt der 1921 gegründeten und nach ihm benannten „Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Atzelhof mbH“, die wenig später in Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) umbenannt wurde. Das Projekt war die ehrgeizige Antwort der Stadt Heidelberg auf die Wohnungsmisere Anfang des 20. Jahrhunderts. Schnell errichtete und oft nur unzureichend ausgestattete Mietskasernen boten oft nicht viel mehr als ein Dach über dem Kopf. Der Atzelhof galt dagegen als Vorzeigeprojekt. Durch großzügige 2- bis 4-Zimmer Wohnungen und eine ansprechende architektonische Gestaltung sollte auch der finanziell schwächeren Bevölkerung lebenswerter Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.

An historischen Gebäuden mangelt es Handschuhsheim nicht. Und so ist der interaktive Rundgang noch ausbaufähig, wie der Vorsitzende des Stadtteilvereins Gerhard Genthner betont. Doch mehr als etwa 25 Tafeln sollen es nicht werden, wenn es nach dem Willen des Vereins geht, der das Design und die Installation der Informationstexte mit einem vierstelligen Betrag gefördert hat. Gerhard Genthner: „Neben wenigen noch in den Rundgang zu integrierenden Gebäuden wollen wir vor allem die digitalen Hintergrundinformationen optimieren. Denkbar sind auch Texte in anderen Fremdsprachen und akustische Erklärungen zu den Gebäuden. Viele Menschen sind es mittlerweile von Museumsbesuchen gewohnt, über Kopfhörer passende Informationen zu bekommen, während sie in aller Ruhe die Objekte betrachten können.“

Mehr Informationen zum Handschuhsheimer Geschichtslehrpfad gibt es im Internet unter www.handschuhsheim-erkunden.de

 

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