IN HEIDELBERG

Begehrte Wohnlage zu allen Zeiten –
Bergheim feiert 1250. Geburtstag

Als letztes der ehemals selbstständigen Dörfer um Heidelberg feiert Bergheim in diesem Jahr sein 1250-jähriges Bestehen. Besiedelt wurde der fruchtbare Uferstreifen am Neckar bereits in der Jungsteinzeit.

Woher der Stadtteil seinen Namen hat, ist nicht genau überliefert. „Berg“ kann sowohl für Weinberg stehen als auch für die Erhöhung am Neckarufer oder die leichte Erhebung südlich des Flusses. Fest steht, dass es sich in „Bergeheim“ – wie es bei der ersten urkundlichen Erwähnung noch heißt – schon immer gut leben ließ. So sind die ersten Siedlungen entlang des Neckarlaufs bereits in der Jungsteinzeit entstanden. Als Beleg für die Besiedlung in keltischer Zeit gilt der Fund des „Keltenkopfs“, einer Steinskulptur, die ein Männergesicht mit typischer Blattkrone zeigt. Zahlreiche Belege zeugen vom römischen Leben am Neckarufer. Im frühen Mittelalter erfuhr Bergheim seine größte Ausdehnung, bevor es mehrfach aufgeteilt und 1392 schließlich aufgelöst wurde.

Erst gut 500 Jahre später entsteht im Industriezeitalter das Bergheim, wie es heute noch bekannt ist. Die neuen Betriebe und Verkehrsmittel brauchen Platz. 1840 wird der Bahnhof auf dem Gelände des heutigen Menglerbaus eröffnet. Das Gaswerk, mehrere Brauereien und Tabakfabriken sowie Kliniken der Universität folgen. Auch immer mehr Menschen zieht es in den aufstrebenden Stadtteil. Allein zwischen 1893 bis 1910 werden bis zu 120 neue Mietshäuser gebaut.

Aus dem ehemaligen Arbeiterwohnort und Industriestandort ist ein dynamischer, kreativer und familienfreundlicher Stadtteil geworden. Kleine Geschäfte, Restaurants und Kneipen laden zum Verweilen ein. Ebenso vielfältig wie die Geschichte Bergheims präsentiert sich der Stadtteil im Jubiläumsjahr. So wurde gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Odszuck über die aktuelle Stadtentwicklung von Bergheim diskutiert und die Ausstellung „Ansichten und Einsichten – 1250 Jahre Bergheim“ eröffnet. Im Herbst folgte das Stadtteilfest „Bergheimer Sommer“. Interessante Details und Hintergrundwissen bietet die Festschrift „1250 Jahre Bergheim“.


Die GGH in Bergheim
Bereits kurz nach ihrer Gründung 1921 verwirklicht die GGH als eines ihrer ersten Bauprojekte Einfamilien-Reihenhäuser an der Vangerowstraße. Heute hat die GGH in Bergheim den drittgrößten Bestand ihrer insgesamt rund 7.000 Wohnungen. Nur in Kirchheim und Handschuhsheim stellt die GGH mehr Wohnraum zur Verfügung. Das Verwaltungsgebäude der GGH liegt im Herzen des Stadtteils.


Festschrift: „1250 Jahre Bergheim – 769 - 2019“
Jo-Hannes Bauer, Hans-Martin Mumm (Hrsg.), Heidelberg: Kurpfälzischer Verlag, 212 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-924566-78-4.

Mehr Infos gibt es im Internet unter https://heidelbergheim.de

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