GGH AKTUELL

Das Wohl der Mieter stand für ihn im Mittelpunkt

Unser ehemaliger Geschäftsführer Gunter Heller ist im Februar im Alter von 81 Jahren gestorben.

„Die Versorgung mit Wohnraum ist ein Grundbedürfnis der Menschen“
Gunter Heller identifizierte sich voll mit den Aufgaben des kommunalen Wohnungsbaus. „Er war ein sehr gewissenhafter und loyaler Mensch, der immer die Ruhe bewahrte“, sagt Peter Bresinski, aktueller Geschäftsführer der GGH, über seinen Vorgänger. Seine berufliche Entwicklung aus dem einfachen mittleren Dienst zum Diplom-Verwaltungswirt und Geschäftsführer ist von großer Bereitschaft zu lernen und zu verstehen geprägt. Gunter Heller war verheiratet und Vater von drei Kindern und zeitlebens Bürger Heidelbergs.

2003 war Gunter Heller nach über 50 Jahren Tätigkeit für die GGH in den wohl verdienten Ruhestand getreten. Zu diesem Zeitpunkt war er neun Jahre als Geschäftsführer im Amt, zuvor 14 Jahre als Prokurist. An vorderster Stelle hat er die Weiterentwicklung der GGH vorangetrieben.

Wohnungsnot in den 50ern
Die Grundaufgabe der GGH, nämlich sozial verantwortbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bereitzustellen, war zentral und drängend, als er ins Berufsleben einstieg. 1952 trat Gunter Heller 14-jährig seine Ausbildung in der Stadtverwaltung Heidelberg an. Die Stadt litt wie alle anderen auch unter massiver Wohnungsnot in Folge des Krieges. „Damals ging es darum, so viel und so schnell wie möglich zu bauen“, sagte Gunter Heller im Gespräch mit uns anlässlich seines 80. Geburtstags.

Die gesellschaftliche und politische Situation änderte sich im Laufe der Jahrzehnte, und mit ihr die Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten der GGH. So traten wir ab 1990 nicht mehr nur rein als Vermieter und Bauherr für Mietwohnungen auf, sondern auch als Bauträger für Eigenheime oder Sanierungsträger für öffentliche Gebäude im Auftrag der Stadt. Wir nahmen unter Gunter Heller unsere Aufgabe in erweitertem Sinn auch als kompetenter Akteur wahr, um Wohn- und Lebenskultur in Heidelberg weiterzuentwickeln. „Er verstand es, aktuelle Aufgaben und langfristige Entwicklungen sehr erfolgreich miteinander zu vereinbaren“, sagt Peter Bresinski.

Zukunftsgerechte Entwicklung
Gesellschaftlichen Entwicklungen trug die GGH unter Gunter Heller Rechnung, indem sie neue Wege der Planung und Architektur öffnete. Unter seiner Leitung entstanden Neubauprojekte wie „Am Dorf“ in Kirchheim mit Niedrigenergiehäusern im sozialen Wohnungsbau, die „Alte Glockengießerei“ in Bergheim oder die „Alte Stadtgärtnerei“ in der Weststadt. Der Wohnungsbestand wurde umfangreich saniert, und die GGH baute und verkaufte Eigenheime für Familien.

Auch ins Unternehmen hinein wirkte der passionierte Ruderer positiv: „Herr Heller war ein sehr freundlicher, verbindlicher und offener Mensch, der für seine Mitarbeiter ein offenes Ohr hatte, selbst wenn es um Privates ging“, erinnert sich Petra Ohlhauser vom GGH-Vermietungsteam. Das kann Harald Schenk, Controller bei der GGH, nur bestätigen: „Er hatte die typischen Tugenden eines Mannschaftssportlers, es war ihm wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Auf sein Wort konnte man sich verlassen.“ Zudem sei Gunter Heller auch ein ausgeprägter Familienmensch gewesen.

Bis zuletzt hat sich Gunter Heller über die Entwicklung der GGH interessiert gezeigt und informiert. Denn ihre Aufgaben betrachtete er als seine: „Die Versorgung mit Wohnraum ist ein Grundbedürfnis der Menschen, und das hat die GGH immer sichergestellt. Der soziale Frieden im Wohnungsbestand ist seit jeher ihr Ziel.“

Wir werden ihm stets ein besonderes Andenken bewahren.

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