Jubiläum

Dreiklang aus Sozialem, Ökologie und Ökonomie

Drei Fragen an GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski

 

Sie haben 2003 bei der GGH als Geschäftsführer angefangen. Wie hat sich das Unternehmen seitdem verändert?

Ich bin in einer Zeit zur GGH gekommen, als sich die Folgen des demografischen Wandels und die damit einhergehenden Veränderungen der Nachfrage immer mehr bemerkbar machten. Viele unserer Wohnungen waren veraltet, hatten überkommene Grundrisse und ließen sich immer schlechter vermieten. 

Wir haben in unserer „Strategie 2015“, die wir im Jahr 2007 auf den Weg gebracht und mittlerweile in die „Strategie 2025“ überführt haben, die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unseres Bestandes geschaffen. Um das erreichen zu können, mussten wir unser Unternehmen zu einer Ertragsstärke führen, die uns Investitionen aus eigener Kraft ermöglicht. So haben wir unter anderem das Bauträgergeschäft intensiviert und stärker in das Anlagevermögen investiert.

Zum anderen ging es um die Sicherung preisgedeckelter Mieten nach dem Wegfall von Fördermaßnahmen. Hierfür haben wir eine freiwillige Mietpreisbindung für die Hälfte unseres Bestandes eingeführt. Die andere Hälfte haben wir begonnen, für mittlere Einkommensbezieher zu entwickeln.

 

In den vergangenen Jahren hat sich die GGH von einem reinen Wohnungsunternehmen hin zu einem modernen Immobiliendienstleister entwickelt. Was sind für Sie die entscheidenden Weichenstellungen?

Die Intensivierung unserer Bauleistungen nach der geänderten strategischen Ausrichtung und die damit einhergehende Entwicklung unserer Expertise sowie die Übernahme von Hochbaumaßnahmen für die Stadt haben die Grundlage für immer mehr Dienstleistungen rund um die Immobilie gebildet.  
    
Das begann im Grunde 2005 mit dem Bau der neuen Feuerwache an der Speyerer Straße, die der GGH gehört und die wir an die Stadt vermieten. Die Sanierung der Internationalen Gesamtschule (IGH) als sogenanntes ÖPP-Modell (Öffentlich-Private Partnerschaft) war die nächste große Aufgabe, die wir bewältigt haben oder auch die Sanierung und die Erweiterung des Theaters. So kommt eins zum anderen: Man schätzt unsere Fähigkeit der Steuerung von Bauprojekten auch jenseits des Wohnungsbaus.
    
Inzwischen arbeiten bei der GGH eine Reihe von Spezialisten, die früher niemals bei kommunalen Wohnungsunternehmen angeheuert hätten. Das macht sehr viel Freude.
 


Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die GGH in den kommenden Jahren?

Es ist seit jeher die Aufgabe der GGH, sozial verantwortbare Wohnraumversorgung zu betreiben. In den letzten Jahrzehnten hat die ökologische Komponente ein immer stärkeres Gewicht bekommen. Diese beiden Aspekte mit dem Postulat des wirtschaftlichen Handelns zu verbinden – also echte Nachhaltigkeit zu schaffen – ist eine große Herausforderung in diesen Zeiten, denn: Grundstückspreise und Baukosten steigen exorbitant und die starken Nachfrageüberhänge nach Wohnungen in zentraler Stadtlage halten die Angebotspreise hoch. Dazu kommen die Anforderungen durch zusätzliche Bauvorschriften und die zeitliche Komponente für die Schaffung von Baurecht, um nur einige Beispiele zu nennen.
    
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen vergrößern wir unseren Bestand bis 2025 auf rund 8.000 Wohnungen. Insgesamt betreuen wir aktuell etwa 1.500 Wohnungen im Bau und in der Entwicklung sowie verschiedene Spezialimmobilien, wie etwa das neue Kongresszentrum HCC und die Großsporthalle SNP dome. Das bedeutet, dass wir zwischen 2019 und 2025 gut eine Milliarde Euro Bauvolumen bedienen. So viel wie noch nie in der Geschichte der GGH. Und wenn ich an das Patrick Henry Village denke, ist das auch in absehbarer Zeit noch nicht zwingend der Höhepunkt gewesen.

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