GGH AKTUELL

GGH verbindet soziale Verantwortung mit Wirtschaftlichkeit

Die GGH ist mit rund 7.000 Wohnungen Heidelbergs größter Wohnungsanbieter. Bei knapp 4.000 hält sie eine freiwillige Mietpreisbindung ein – das entspricht über 70 Prozent aller gebundenen Wohnungen in der Stadt. Mit hohen Investitionen entwickelt und erweitert sie ihren Wohnungsbestand. Im Geschäftsjahr 2016 waren es 51 Millionen Euro für Neubau und Modernisierung.

Die Bevölkerung in Deutschland wächst, aber in gefragten Lagen fehlt Wohnraum. Zudem sinkt die Zahl der Sozialwohnungen stetig. In Heidelberg sind die Wohnungen mit gesetzlicher oder freiwilliger Mietpreis- bzw. Belegungsbindung von 9.570 im Jahr 2003 auf 5.449 im Jahr 2015 zurückgegangen. 

Niedrige Durchschnittsmiete

Die GGH steuert dem schon seit 2007 mit ihrer „Strategie 2015“ sowie der nachfolgenden „Strategie 2025“ entgegen: Unabhängig von bestehenden gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtungen hat sie für die Hälfte ihres Bestands eine freiwillige Mietpreisbindung beschlossen. Die Anzahl dieser Wohnungen beträgt konstant knapp 4.000. 

Die freiwillige Bindung lag anfänglich bei 5,50 Euro netto kalt pro Quadratmeter. Allgemeine Preissteigerungen werden nur sehr zurückhaltend berücksichtigt – aktuell sind 5,91 Euro die Obergrenze. Die moderate Mietpreispolitik der GGH spiegelt sich auch in der insgesamt niedrigen Durchschnittsmiete wider. Sie beträgt 6,06 Euro pro Quadratmeter und ist deutlich niedriger als die durchschnittliche Mietspiegelmiete in Heidelberg von 8,40 Euro.

20 Millionen Euro für neue Mietwohnungen

Der zweite Schwerpunkt der Geschäftsstrategie ist die nachfragegerechte Entwicklung des Wohnungsbestands. 1.000 veraltete, nicht mehr marktgängige Wohnungen hebt die GGH auf Neubauniveau. 134 Millionen Euro hat sie bereits in die Erstellung von neuen Mietwohnungen für ihren Bestand investiert. 2016 waren es zum zweiten Mal in Folge über 20 Millionen Euro. Der größte Teil davon fließt in den Kirchheimer Höllenstein. Hier sind 110 von 335 Wohnungen im Jahr 2016 fertiggestellt worden.

21 Millionen Euro für Modernisierungen

Die Ausgaben für Modernisierung und Instandhaltung bewegen sich seit Jahren auf hohem Niveau: 21 Millionen Euro waren es 2016. Größte Projekte sind die energetische Sanierung von 15 Gebäuden mit 558 Wohnungen auf dem Boxberg sowie von 7 Gebäuden mit 156 Wohnungen im Rohrbacher Erlenweg. Seit 2007 beläuft sich die Investitionssumme auf 152 Millionen Euro. 

Wohnraum für Flüchtlinge

Die GGH schafft auch Wohnraum für Flüchtlinge und unterstützt damit das Ziel der Stadt, die Menschen in überschau-baren Einheiten in den Stadtteilen unterzubringen. Hierfür hat sie die bestehende Gemeinschaftsunterkunft in der Henkel-Teroson-Straße um weitere Gebäude ergänzt und zwei städtische Wohnhäuser in Ziegelhausen für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingsfamilien saniert. In Vorbereitung ist außerdem ein Neubau in Rohrbach mit 15 Wohnungen.

Mark Twain Village

Die GGH sowie die beiden Genossenschaften Familienheim und Neu Heidelberg entwickeln gemeinsam das Mark Twain Village in der Südstadt. Sie haben sich mit der Heidelberger Volksbank und der Volksbank Kurpfalz zur MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG zusammengeschlossen. Bis zu 1.300 Wohnungen zur Miete und zum Eigentum sollen in den kommenden Jahren entwickelt werden. 70 Prozent aller Wohnungen sind für Haushalte vorgesehen, die die Einkommensgrenzen nach dem Landes-wohnraumförderungsprogramm erfüllen oder unterschreiten. Das lange abgezäunte Mark Twain Village wird ein lebendiger Teil der Südstadt. 2016 sind die ersten 84 Mieterhaushalte in 11 sanierte Bestandsgebäude eingezogen. 

Immobiliendienstleister in Heidelberg

Seit 2009 erbringt die GGH über ihr Tochterunternehmen Bau- und Servicegesellschaft mbH (BSG) Immobiliendienstleistungen für die Stadt Heidelberg sowie deren Gesellschaften und Stiftungen. Aktuell errichtet die BSG in einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft mit der Stadt das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerzentrum B³ Gadamerplatz in der Bahnstadt. Sie plant außerdem eine Großsporthalle mit 5.000 Plätzen in Kirchheim. 

Auch private Immobilienbesitzer vertrauen auf die Expertise der GGH. Nach Jahren des Wachstums verwaltet das Unternehmen inzwischen über 1.700 Wohn- und Gewerbeeinheiten für Eigentümergemeinschaften, die Stadt Heidelberg, Bruchteilsgemeinschaften sowie in der Drittverwaltung.

Wirtschaftlicher Erfolg

Die Bilanzsumme des Konzerns (GGH und BSG) beträgt inzwischen 424 Millionen Euro, das Anlagevermögen 345 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf knapp 78 Millionen Euro. Den größten Anteil hieran hat die Bestandsbewirtschaftung mit knapp 54 Millionen Euro. Hinzu kommen 20 Millionen Euro aus dem Verkauf von Grundstücken, hauptsächlich den Eigentumswohnungen im Carré Clair. 

2016 hat die GGH einen Jahresüberschuss von über 6 Millionen Euro erwirtschaftet. Dieser Gewinn verbleibt wie in der Vergangenheit im Unternehmen. Er dient der Stärkung des Eigenkapitals und steht für Investitionen in Modernisierung und Neubau zur Verfügung.

Ausblick

Bis 2021 soll der Wohnungsbestand der GGH durch weitere Bauprojekte auf über 7.500 steigen. Die Zunahme betrifft sowohl preisgebundene als auch freifinanzierte Wohnungen. Letztere liegen als Neubauten über der Durchschnittsmiete der GGH und sprechen Haushalte der Mittelschicht an, die seit Jahren zunehmend schwerer geeigneten Wohnraum in Heidelberg finden. Die Investitionen in die älteren Häuser und Wohnungen bleiben weiterhin hoch, bis ein Großteil des Wohnungsbestands auf ein von Wohnqualität und Energieeffizienz her zeitgemäßes Niveau gebracht worden ist.