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Mitten im Leben

Wichtiger Nahversorger fürs Viertel – und Inklusionsbetrieb.

„Wir sind mit den Umsatzzahlen der ersten Zeit zufrieden“, sagt Jörg Schmidt-Rohr von der AQB in Heidelberg, die den Nahversorger in Eigenbetrieb unter der Marke „nahkauf“ führt. AQB steht für Arbeit und Qualifizierung für Menschen mit Behinderung, und das Unternehmen handelt entsprechend: „Unser Betrieb in Kirchheim ist unser fünfter nahkauf, und wie auch in den anderen haben wir hier einen Inklusionsanteil von 50 Prozent“, so Schmidt-Rohr. Fünf der bislang zehn Vollzeitbeschäftigten sind Menschen mit Behinderungen. Dazu kommen noch mehrere Schülerpraktikanten und Teilzeitmitarbeiter. Zwei bis drei Vollzeitstellen seien noch zu besetzen, mittelfristig wolle man auch Ausbildungsplätze anbieten.

Der Markt im Norden Kirchheims stand geraume Zeit leer. Als der neue Mieter schließlich feststand, sprach sich die GGH als Eigentümerin des Gebäudes in der Breslauer Straße mit der AQB über notwendige Renovierungsarbeiten ab: Neuer Fliesenboden, neue Beleuchtung, frische Farben innen und außen, Reparaturen sowie Aufbereitung des Parkplatzes und der Grünflächen. „Die Optik ist deutlich verbessert worden“, bestätigt Schmidt-Rohr und lobt das Projektmanagement der GGH: „Wir haben Hand in Hand gearbeitet, die Arbeiten wurden bestens koordiniert, der Zeitplan eingehalten.“ Und der verschaffte der AQB reichlich Zeit, den Markt mit der Innenausstattung und dem Sortiment zu bestücken. „Wir hatten drei Wochen dafür, manchmal müssen wir mit einer knappen Woche zurechtkommen.“

Für die Bewohner des Viertels ist der neue Anbieter eine enorme Hilfe, gab es doch zuletzt keine direkte Gelegenheit für Einkäufe des täglichen Bedarfs. Die Resonanz sei gut, auch weil das breite und qualitativ hochwertige Sortiment zusammen mit dem ansprechenden Äußeren des Marktes zum Einkaufen einlade, resümiert Schmidt-Rohr.

Was bedeutet Inklusion?
Der Begriff bedeutet wörtlich „mit eingeschlossen sein“, im Gegensatz zu Exklusion – „ausgeschlossen sein“. Für eine Gesellschaft bedeutet es, dass in ihr jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen.

Inklusionsbetriebe dienen der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Diese haben es wegen der Schwere oder Art der Behinde- rung besonders schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Inklusionsbetriebe haben in der Regel zwischen 25 und 50 Prozent Mitarbeiter mit Schwerbehinderungen.

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