GGH Aktuell

Richtfest des HCC

Zum Ende der Rohbauarbeiten feierte die Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg (BSG) mit Projektpartnern, Handwerksfirmen und Gästen das traditionelle Richtfest für das neue Konferenzzentrum Heidelberg Congress Center (HCC).

 

Mit einer Fläche von 1.500 Quadratmetern und einer Höhe von rund 19 Metern beeindruckt der Große Saal des Heidelberg Congress Center (HCC) bereits während der Bauzeit: Rund 300 Gäste konnten sich Ende Mai beim Richtfest auf Einladung der BSG, einem Tochterunternehmen der GGH, einen Eindruck von den Dimensionen des neuen Gebäudes machen. Im Anschluss waren die zugänglichen Bereiche des Rohbaus für Bürger geöffnet. Rund 300 Heidelberger nutzten die Gelegenheit für einen Besuch auf der Baustelle in den Abendstunden.

Rohbau fertiggestellt

Die Rohbauarbeiten am HCC sind abgeschlossen. In Kürze werden die Fenster in die Dachfläche eingesetzt, danach beginnen die Gewerke mit dem Innenausbau. Für das Gebäude und die beiden Tiefgaragengeschosse wurden bis jetzt rund 87.000 Quadratmeter Schalungsmaterial, 4.400 Tonnen Bewehrungsstahl und 45.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Bis zur Fertigstellung werden über 26 Kilometer Leitungen für Trink-, Schmutz- und Regenwasser sowie für die Heizungs-, Kälte- und Sprinkleranlagen verbaut. Hinzu kommen rund 360 Kilometer Kabel. Allein die Kupferleitungen für die Daten- und Medientechnik entsprechen mit einer Gesamtlänge von rund 110 Kilometern der Entfernung vom HCC bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof.

Planung und Bau

„Der Spatenstich für das HCC erfolgte im März 2020 nur symbolisch und ohne Publikum. Umso mehr freut es mich, dass wir heute hier endlich wieder in Präsenz und gemeinsam Richtfest feiern könne. Mein besonderer Dank geht an alle Handwerker und Baubeteiligten, die dafür gesorgt haben, dass der Bau trotz schwieriger Rahmenbedingungen zügig voranschreitet“, sagte Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH und der BSG, anlässlich des Richtfests. Der Heidelberger Gemeinderat hatte 2018 den Neubau des Konferenzzentrums in der Bahnstadt beschlossen und die BSG mit der Planung und dem Bau beauftragt. Die BSG wird nach der geplanten Fertigstellung in 2023 auch das Gebäudemanagement übernehmen. „Zum ersten Mal in seiner mehr als 800-jährigen Geschichte bekommt Heidelberg ein eigenes Konferenzzentrum. Das war überfällig als eine der führenden Wissenschafts-Städte in Europa“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

 

Moderne Technik und flexible Raumkonzepte

Mit dem HCC erhält Heidelberg ein modernes Konferenzzentrum. Das zukünftige Gebäude verfügt über ein flexibles Raumkonzept auf drei Ebenen, zu dem neben dem Großen Saal ein weiterer Saal und zehn Tagungs- und Konferenzräume mit insgesamt rund 3.800 Sitzplätzen gehören. Alle Räume werden mit modernster Kommunikationstechnik für hybride Veranstaltungsformate ausgestattet. Ein komplett eingerichtetes Studio ermöglicht Videoproduktionen sowie das Streaming von Tagungen und Kongressen.

Neues Wahrzeichen für die Bahnstadt

Von außen soll das HCC mit seiner wellenförmig strukturierten Fassade an den Schwung eines Vorhangs erinnern, hinter dem sich eine Bühne befindet – so das Schweizer Architektenbüro DEGELO, das den internationalen Architekturwettbewerb gewonnen hatte. Der rötliche Naturstein der Region nimmt Bezug zu den traditionellen Baumaterialien Heidelbergs. Im Inneren wird weißer Sichtbeton vorherrschen. Neben dem Großen Saal wird das fast gebäudehohe Hauptfoyer eines der Herzstücke des neuen Konferenzzentrums sein. Besucher gelangen über zwei Eingänge – vom Czernyring und der Max-Jarecki-Straße aus – in das Gebäude.

Vielfältige Veranstaltungsformate

„Ich freue mich, dass die Wissenschaftsstadt weltweit mit dem HCC endlich die Spielstätte erhält, die sie verdient. Heidelberg Congress und Heidelberg Marketing werden in enger Zusammenarbeit alles daran setzen, Heidelberg als internationalen Kongressstandort zu etablieren“, kündigte Mathias Schiemer, Geschäftsführer Heidelberg Congress, an. Die Heidelberger Kultur- und Kongressgesellschaft mbH wird mit ihrer Business-Eventmarke Heidelberg Congress das HCC betreiben. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Heidelberg übernimmt auch den operativen Betrieb der Stadthalle und vermarket den SNP dome, der ebenfalls von der BSG errichtet wurde.

 

Intensiver Planungs- und Entscheidungsprozess

Dem Neubau liegt ein intensiver Planungs- und Entscheidungsprozess zugrunde. Die Bedarfserhebung, Standortfrage, Machbarkeitsstudie und die Ausschreibung sowie die Bewertung des Architektenwettbewerbs wurden von einem Expertenteam und der Bürgerschaft begleitet. Ein Vorgehen, das vor allem in Bezug auf die intensive Einbeziehung von Bürgern und Eventspezialisten sowie das daraus resultierende Raumkonzept bundesweit einzigartig und beispielhaft ist. Das Projekt wurde von der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg begleitet.

Barrierefreiheit

Die Bedürfnisse und Anforderungen von Menschen mit Behinderungen sind im Bau und in der Ausstattung umfangreich berücksichtigt. Acht Aufzugsanlagen verbinden die verschiedenen Veranstaltungsebenen im Gebäude. Alle Zugänge sind stufen- und schwellenlos erreichbar. Auf den Ebenen und in den Treppenhäusern verfügen die Handläufe über taktile Informationen zur Orientierung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Für Menschen mit sensorischen Einschränkungen sind Hilfen zur barrierefreien Informationsaufnahme vorgesehen. Für hörgeschädigte Menschen wird eine gesonderte Übertragungsanlage eingebaut.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Das HCC wird einen Teil seiner Energie über eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach selbst erzeugen. Die Lüftungsanlagen werden mit Wärmerückgewinnungssystemen betrieben, die einen Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent haben. Zudem ist das Gebäude an das Fernwärme- und -kältenetz der Stadtwerke Heidelberg angeschlossen. In der Tiefgarage sind Ladestationen für E-Fahrzeuge und E-Bikes vorgesehen.

 

Zahlen und Fakten zum HCC
 

Gebäudeflächen

29.500 m² Bruttogrundfläche
170.300 m³ Bruttorauminhalt
26.600 m² Nutzfläche
1.500 m² Fläche für Großer Saal
660 m² Fläche für Kleiner Saal
zwischen 60 und 230 m² Fläche für zehn Tagungsräume
 
Stellplätze

330 PKW-Stellplätze (davon 70 Stellplätze für E-Fahrzeuge)
338 Fahrradstellplätze (davon 50 Stellplätze für E-Bikes)

Verwendete Materialien Rohbau

4.370 t Bewehrungsstahl
87.000 m² Schalungsmaterial
45.000 m³ Beton

Dachflächen

1.800 m² Photovoltaik (1.100 Module)
3.300 m² Gründach
680 m² Biotop

Fassade

4.800 m² Natursandstein aus der Region


Fotos: Christian Buck; DEGELO ARCHITEKTEN (Visualisierung)

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