GGH Aktuell

Sanierung der Stadthalle

Die traditionsreiche und denkmalgeschützte Stadthalle wird im Inneren umfassend saniert und teilweise wieder in ihren Originalzustand zurückgebaut. 

 

Im März 2018 beschloss der Gemeinderat, die Stadthalle umfassend zu sanieren und nach den Plänen des Architekturbüros Waechter + Waechter in ein Kultur- und Konzerthaus für Heidelberg umzugestalten. Zum modernen Heidelberg Congress Center (HCC), das zurzeit in der Bahnstadt entsteht, wird die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente und der Lage am Neckar in der Altstadt eine ideale Ergänzung darstellen.


Ein Haus mit Geschichte

Vor fast 120 Jahren wurde die Stadthalle am Neckarufer eingeweiht. Der im Stil des Historismus gehaltene Bau greift die Architektur des Schlosses auf. Die Gestaltung des Innenraums weist Jugendstilelemente auf. Bereits wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung galt die Stadthalle vielen Heidel­berger Bürgern als „gute Stube“, die ein breit gefächertes Kulturangebot aus Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und (Tanz-) Veranstaltungen bot.
    
Während des Ersten Weltkriegs diente sie zwischenzeitlich als Kriegslazarett. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie ein „Special Service Center“ für amerikanische Soldaten und unter dem Namen „Stardust Club“ bekannt. 1951 wurde die Stadthalle an die Stadt Heidelberg zurückgegeben. Ende der siebziger Jahre wurde sie zum ersten Mal renoviert und in Kongresshaus Stadthalle Heidelberg umbenannt.


Sicherheit und Komfort

Die GGH hat die Projektleitung der Sanierung übernommen. Im Vordergrund der Arbeiten stehen die Sicherheit und der Komfort: So werden der Brandschutz, die Gebäudetechnik, die Barrierefreiheit sowie die Akustik und die Sicht auf die Bühne verbessert und die Saalnutzungsmöglichkeiten optimiert. Für die meisten geplanten Maßnahmen hat der Denkmalschutz grünes Licht gegeben. So werden zum Beispiel die historischen Fenster restauriert und um eine davor- und eine dahinterliegende Fensterscheibe ergänzt. Dadurch sind die historischen Fenster weiterhin sichtbar – verbunden mit einer energetischen Verbesserung. Nicht denkmalgeschützte Fenster werden erneuert. Der Bauantrag liegt derzeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe, das für die Er­teilung einer Baugenehmigung zuständig ist.

Variable Nutzung: Konzerte und Tanzveranstaltungen sind geplant (bloomimages)

Alter Chic und zeitgemäße Technik

Die Stadthalle wird sich baulich wieder stärker an den Originalzustand annähern. Der Säulengang (Portikus) zum Neckar hin wird verglast und wieder genutzt. Die Stadthalle wird behindertengerecht umgebaut. Zudem muss die Infrastruktur, wie Stromleitungen, Beleuchtung, Technik, Brandschutz und Lüftungsanlage grundsätzlich erneuert werden, um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen.
    
Der bislang ausschließlich eben zu nutzende Saal soll durch den Einbau von Hubpodien variabel für unterschiedliche Veranstaltungsformen mit verschiedenen Bühnenstellungen nutzbar gemacht werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Besucher erhalten bei Veranstaltungen mit ansteigenden Sitzreihen eine bessere Sicht auf die Bühne und profitieren von einer deutlich verbesserten Akustik.
    
Die Konzeption ermöglicht es, die Bühne wie vor der Sanierung unterhalb der Orgel aufzubauen und mit eben­erdigem Parkett zu bespielen. So entsteht eine erheblich ver­besserte Konzertsituation für Publikum und Künstler. Die sich über zwei Stockwerke erstreckende elf Meter breite und fünf Meter tiefe Orgel mit ihren 3.766 Pfeifen wurde bereits im vergangenen Sommer abgebaut und eingelagert.

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