GGH AKTUELL

Tipps für ein ruhiges Zusammenleben

Lärmbelästigung ist ein häufiges Thema im Mietshaus. Aber nicht jedes Geräusch ist Lärm im mietrechtlichen Sinn – wir klären auf.

Das Zusammenleben in einem Haus erfordert gegenseitige Rücksichtnahme. Störende Geräusche müssen immer so weit beschränkt werden, dass sie für die Hausbewohner noch zumutbar sind.

Zum Schutz vor Lärm gelten darüber hinaus Ruhezeiten. In diesen Zeiten dürfen alle Geräusche höchstens Zimmerlautstärke erreichen. Sie sollten also außerhalb der eigenen Wohnung nicht mehr zu hören sein. Die GGH hat hierfür folgende Zeiträume festgelegt:

Täglich 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
sowie 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr
Grünanlagen und Spielplätze:
Hier beginnt die Ruhezeit um 20:00 Uhr.

Normale Geräusche
Alle Geräusche, die Menschen bei normalem Verhalten in ihrer Wohnung verursachen, sind hinzunehmen – sogar, wenn man sie selbst als störend empfindet. Hierzu gehören auch nächtliches Duschen und Baden, spielende Kinder, vereinzeltes Hundebellen und Unterhaltungen in normaler Lautstärke. 

Staubsauger dürfen nur außerhalb der Ruhezeiten betätigt werden. Waschmaschine und Geschirrspüler verursachen normalerweise weniger Geräusche und können deshalb auch während der Ruhezeiten laufen.

Musikinstrumente dürfen bis zu zwei Stunden täglich gespielt werden. Je lauter allerdings das Instrument, desto kürzer die Spielzeit: Beim Schlagzeug beispielsweise begrenzen viele Gerichte die Dauer auf 45 Minuten. Die Ruhezeiten sind bei allen Instrumenten einzuhalten. Beim Fernsehen und Musik hören gilt immer Zimmerlautstärke.

Lärmbelästigung
Was über die normalen Geräusche und die Zimmerlautstärke innerhalb der Ruhezeiten hinausgeht, ist eine Lärmbelästigung. In solchen Fällen sollten Sie zunächst einmal selbst mit den Verursachern reden und um mehr Rücksichtnahme bitten. Oft ist den Menschen gar nicht bewusst, wie sehr Geräusche außerhalb der eigenen Wohnung zu hören sind.

Hat ein solches Gespräch keinen Erfolg, können Sie sich an unseren Kundenservice wenden. Wir benötigen ein schriftliches Lärmprotokoll mit Angaben der Art und den Zeiten des Lärms. Auf dieser Grundlage schreiben wir den Verursacher an und bitten nachdrücklich um die Einhaltung der Hausordnung. Wird der Bitte nicht entsprochen, können wir die Verursacher abmahnen.

Wenn die Abmahnungen nichts helfen und sich mehrere Mieter dauerhaft und intensiv gestört fühlen, können wir den Mietvertrag des Verursachers kündigen. Dies ist allerdings ein längerer Prozess, und es kann vorkommen, dass die Kündigung nicht akzeptiert wird und der Klageweg beschritten werden muss. Zu diesem äußersten Mittel müssen wir glücklicherweise nur sehr selten greifen.

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