GGH Aktuell

Trinkwasser ist ein hohes Gut

Gut 120 Liter verbrauchen wir davon täglich. Wir nutzen es zum Trinken und zum Kochen, vor allem aber über die Toilettenspülung, zur Körperpflege, zum Waschen und zum Spülen.

Die Qualität dieses wichtigen Produkts wird in der Trinkwasserverordnung gesetzlich geregelt. Es werden hohe Anforderungen gestellt, da eventuelle Krankheitserreger im Wassernetz rasch viele Menschen erreichen und infizieren könnten. Als täglich verwendetes Produkt darf das Wasser außerdem keine Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen enthalten. Hierfür sind die Wasserversorger und Eigentümer von Gebäuden verantwortlich. 

Leitungen alle drei Tage spülen

Jeder Verbraucher trägt eine Mitverantwortung: Alle Wasserleitungen müssen regelmäßig – spätestens alle drei Tage – gespült werden. Bei häufig genutzten Wasserstellen ist diese Pflicht ausreichend erfüllt. Bei selten oder gar nicht genutzten Wasserhähnen, z.B. in einem Gäste-WC, sollte alle drei Tage für etwa 30 Sekunden der Hahn aufgedreht und mit Wasser mit maximaler Temperatur gespült werden. 

Andernfalls können sich in dem Wasser, das in den Leitungen steht, Bakterien vermehren. Hierbei geht es vor allem um Legionellen, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Über das Einatmen sehr stark legionellenbelasteter Wassertröpfchen, die beispielsweise beim Duschen entstehen, gelangen die Bakterien in die Lunge und können dort zu Entzündungen führen. Eine Infektion durch das Trinken legionellenhaltigen Wassers oder den bloßen Kontakt mit der Haut kann ausgeschlossen werden.

Verpflichtende Untersuchungen 

Seit 2013 sind Hauseigentümer durch die Trinkwasserverordnung verpflichtet, die Qualität des Leitungswassers regelmäßig zu überprüfen, um den Schutz vor Legionellen zu verbessern. Hierfür werden an einem vorher angekündigten Termin mehrere Proben im Haus genommen. Es ist sehr wichtig, dass die Mieter zu den angegebenen Terminen anwesend sind bzw. den Zugang zu ihrer Wohnung ermöglichen, weil alle Proben gleichzeitig genommen werden müssen.

Die Proben werden im Labor untersucht und die Ergebnisse im Haus ausgehängt. Wird der unterste Grenzwert überschritten, muss das Gesundheitsamt informiert und das Leitungssystem im Haus überprüft werden. Mögliche Gegenmaßnahmen sind eine thermische und/oder chemische Desinfektion des Wassers. Bei einer starken Bakterienkonzentration wird von einer möglichen Gesundheitsgefahr ausgegangen. In diesem Fall muss die Anlage kurzfristig saniert werden. Es werden Duschfilter eingebaut oder Duschverbote ausgesprochen, bis die Gegenmaßnahmen wirken.

Deshalb unterstützen Sie bitte in Ihrem eigenen Interesse die Bereitstellung von gesundem Wasser: Spülen Sie alle Leitungen in Ihrer Wohnung spätestens alle drei Tage. Damit verhindern Sie, dass sich die Legionellen übermäßig vermehren und Sie einer Gesundheitsgefahr und einem persönlichen Aufwand während der Sanierung des Leitungsnetzes ausgesetzt sind.

Weitere Informationen (Informationsflyer):

http://www.ggh-heidelberg.de/mieten/haeufige-fragen/