Ombudsleute für GGH-Mieter

Über 40 Jahre haben sich Mieter ehrenamtlich als Mieterbeiräte für das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Mietern und Vermieterin eingesetzt. Da das Interesse an dieser Tätigkeit zuletzt stark abgenommen hat, wird das Gremium ab Februar durch Ombudsleute ersetzt, die sowohl von den Mietern als auch von der GGH vorgeschlagen werden können.

Der bisherige Mieterbeirat wurde von den Mietern gewählt und hatte 10 Mitglieder, die jeweils für einen Bezirk mit etwa 700 Mietparteien zuständig waren. Die Mieterbeiräte fungierten als Mittler zwischen Mietern und der GGH oder zwischen den Mietern untereinander.

Die fünfjährige Wahlperiode des Mieterbeirats ist im Herbst abgelaufen. Haben sich für die letzte Wahl noch 71 Kandidaten zur Verfügung gestellt, so sind dem Wahlaufruf 2017 nur 14 Kandidaten gefolgt. Diese Anzahl ist bei weitem nicht ausreichend für eine ordentliche Wahl, zumal es Bezirke gibt, für die sich gar kein Kandidat aufstellen lassen wollte. Die Wahlbeteiligung lag bei den letzten beiden Wahlen bei lediglich 20 Prozent.

Direkte Kommunikation der Mieter mit der GGH

Die Kommunikation zwischen Mietern und GGH hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Über das viermal jährlich erscheinende Mietermagazin und die Homepage werden die Mieter regelmäßig über Neuerungen sowie allgemeine Themen des Wohnens in einem Mietshaus informiert. Seit der Einführung des Kundenservices hat sich außerdem die Erreichbarkeit der Mitarbeiter deutlich verbessert. Die Mieter wenden sich in der Regel telefonisch oder per E-Mail an die GGH. Die Mitarbeiter führen jährlich 30.000 Telefonate mit den Mietern. Die Anliegen werden zügig bearbeitet.

Kontaktaufnahmen durch Mieterbeiräte, die sich für einzelne Mieter einsetzen, beschränken sich auf wenige Beiräte und kommen nicht öfter vor als Kontaktaufnahmen durch Verwandte, Bekannte oder Organisationen.

Förderung des gemeinschaftlichen Verhältnisses

Die GGH legt Wert darauf, den Blickwinkel der Mieter bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Sie hat deshalb ihrem Aufsichtsrat vorgeschlagen, künftig Ombudsfrauen bzw. Ombudsmänner zu ernennen (analog dem Bürgerbeauftragten der Stadt Heidelberg). Diese können sowohl Stadtteile als auch Wohnanlagen mit mehr als 150 Wohnungen vertreten. Vorschläge können von den Mietern und der Geschäftsführung gemacht werden. Zweck der Ernennung von Ombudsleuten ist die Pflege und Förderung des gemeinschaftlichen Verhältnisses als Bindeglied zwischen Mieterschaft und GGH.

Der Aufsichtsrat hat diesem Vorgehen zugestimmt und der Gesellschafterversammlung ebenfalls die Zustimmung empfohlen. Diese hat sie erteilt, nachdem der Gemeinderat den Beschluss des Aufsichtsrates ohne weitere Anträge zur Kenntnis genommen hat. Mit Wirkung zum 1. Februar 2018 tritt daher die Geschäftsordnung für die Ernennung von Ombudsmännern/-frauen in Kraft und die Mieterbeiratsordnung der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH außer Kraft.

Die Geschäftsordnung regelt die Kommunikation zwischen den Ombudsleuten und der GGH. Sie können den Aufsichtsrat anrufen, sofern in einer Angelegenheit von grundsätzlicher Bedeutung mit der Geschäftsführung keine Einigung zustande kommt. Für diesen Fall kann der Aufsichtsrat bei Bedarf auch eine Ombudsfrau bzw. einen Ombudsmann zur Sitzung hinzuziehen.

Die Ombudsleute werden vom Aufsichtsrat für die Dauer von fünf Jahren ernannt. Von den bisherigen Mieterbeiräten werden sich voraussichtlich sechs bis sieben Personen als Ombudsleute zur Verfügung stellen. Die GGH steht mit ihnen in Kontakt und wird ihre Daten nach deren Zustimmung veröffentlichen. Bis Ende Februar beschreiben wir außerdem auf der Homepage und im Hauskanal sowie Ende März im Domizil, wie man sich für die Position als Ombudsfrau oder -mann bei der GGH bewerben kann.

Stand der Information: 8. Februar 2018