BAUEN

Einfach (um-)bauen und sanieren: Modellprojekt im Quartier Pfaffengrund

Gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) untersucht die GGH verschiedene Strategien zur CO-Reduktion im Gebäudebestand. Das Projekt ist Teil des Strategiedialogs „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB) des Landes Baden-Württemberg. Ihm liegt die These zugrunde, dass einfache Sanierungsstrategien möglicherweise effektiver, kostengünstiger und schneller umsetzbar sind als eine Wärmedämmung älterer Bestandsgebäude auf Effizienzhaus 55-Standard.

 

Typische 50er und 60er Jahre Häuser

Um diese Frage zu klären, führt die GGH an sieben baugleichen Zeilenhäusern im Quartier Pfaffengrund unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen durch. Die Baumaßnahmen starten im Sommer und erfolgen in zwei Bauabschnitten. Die sieben Zeilenhäuser wurden in den 50er und 60er Jahren erbaut. Sie sind hinsichtlich ihrer Bauart weit verbreitet, sodass die Ergebnisse des Modellprojekts bundesweit auf viele weitere Bestandsimmobilien angewendet werden können.

Klimaschutz im kommunalen Wohnungsbau

Entscheidend sei eine kluge Auswahl an Instrumenten, die zu den Nachhaltigkeitszielen beitragen und keine hohen Folgekosten haben, erklärt Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH. „Es muss nicht immer der Top-Standard sein, der vor allem viel kostet. Die Auswahl der Maßnahmen sollte technologieoffen erfolgen und in der Breite den höchsten Nutzen bringen“, so Bresinski.

Effekte messen und vergleichen

Zur Messung der erforderlichen Daten haben die Wissenschaftler der TU München bereits einzelne GGH-Wohnungen im Pfaffengrund mit Messboxen ausgestattet. Diese sollen neben den zentralen Ergebnissen aus den jährlichen Heizkostenabrechnungen wichtige Daten zur Entwicklung des Raumklimas hinsichtlich Raumtemperatur und -feuchtigkeit sowie zum CO-Gehalt liefern. Zudem führt die TUM ein Energieverbrauchs-Monitoring vor und nach der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen durch. Daraus können Tendenzen zu verändertem Nutzerverhalten sowie der in der Planungsphase vorhergesagten und nach der Sanierung gemessenen Energieverbräuche abgeleitet werden. Dies ermöglicht, die tatsächlichen Effekte verschiedener Strategien der energetischen Sanierung nachzuweisen und miteinander zu vergleichen.


Foto: Christian Buck

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