Meilenstein für das volle Leben

Angebote für die unterschiedlichsten Nutzer: 185 Mietwohnungen, eine Kita, Büros, Gewerbeeinheiten, Restaurants und ein Hotel entstehen in der Bahnstadt auf nur einem Baufeld. Für diese kleine Stadt in der Stadt hat die GGH am 24. Juni mit rund 80 Gästen die Grundsteinlegung gefeiert.

"Die Bahnstadt ist attraktiv. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Wohnungsbau in Heidelbergs jüngstem Stadtteil gemacht. Durch unser bereits drittes wohnungswirtschaftliches Engagement hier wollen wir den eigenen Bestand mit Neubauwohnungen erweitern", so GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski. "Dies wird uns auf dem Grundstück SE2 gleich in mehrfacher Hinsicht gelingen, weil wir hier fast eine eigene kleine Stadt in der Stadt bauen."

Vielfältige Nutzungen

SE2 liegt zwischen den Straßen Langer Anger, Grüne Meile und Da-Vinci-Straße. Die künftigen Bewohner können hier direkt von ihrer Mietwohnung aus in einen kleinen Park gelangen, ihre Kinder in die Kita bringen, Geschäfte und Restaurants aufsuchen und in einem Büro arbeiten. Und das alles, ohne eine öffentliche Straße überqueren zu müssen. Dies ist möglich, weil die GGH 185 Mietwohnungen, eine Kindertagesstätte mit 50 Plätzen, ein Bürohaus mit fünf Etagen, 15 kleinteilige Gewerbeeinheiten, zwei Restaurants und ein privat geführtes Hotel mit 84 Zimmern, Bar und Tagungsräumen errichtet.

Mit dieser Vielfalt der Nutzungen orientiert sich das Projekt am Idealbeispiel der europäischen Stadt. Bevor Le Corbusier die Trennung der Funktionen propagiert hat, waren Wohnen und Arbeiten jahrhundertelang in nächster Nähe zueinander. Die Menschen suchen heute wieder lebendige Stadtteile und Quartiere, in denen sie gleichzeitig leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Markante Architektur

"Nicht nur das künftige volle Leben ist in unserem neuen Quartier etwas Besonderes, auch die Architektur von Stephan Höhne aus Berlin ist markant", sagt Peter Bresinski. Gebaut werden 11 fünfgeschossige Häuser, die sich um einen parkartigen Innenhof gruppieren. Die Eckgebäude haben abgerundete Kanten und geklinkerte Fassaden, und entlang der Da-Vinci-Straße wird eine ein­geschossige Kolonnade mit mittigem Torhaus integriert. Höhne Architekten haben sich mit ihrem Entwurf 2014 in einem Wettbewerb zur Bebauung des Grundstücks klar gegen drei hochkarätige Mitbewerber durchgesetzt.

Vielfältige Grundrisse

Bei den Wohnungen hat die GGH Wert auf eine große Grundrissvielfalt gelegt, um Menschen in allen Lebenslagen anzusprechen. Dies hat bereits bei den anderen beiden Projekten in der Bahnstadt, den Schwetzinger Terrassen und Carré Clair, sehr gut funktioniert. So gibt es Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit unterschiedlichen Zuschnitten und Größen. 43 Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und mit dem Rollstuhl nutzbar. Mit der Vermietung wird etwa sechs Monate vor der Fertigstellung des Projektes begonnen - die für das dritte Quartal 2019 geplant ist.

Für das Hotel und die Kindertagesstätte sind bereits Verträge geschlossen. Das Hotel wird von Johannes Arndt unter der Marke "Qube Hotel" geführt werden. Die Kita wird von den Kinderzentren Kunterbunt betrieben. Auch für das Bürohaus, die Geschäfte und die Restaurants werden bereits Mieter gesucht.

MEILEN.STEIN

70 Millionen Euro investiert die GGH in SE2. Ein solch großes und bedeutendes Projekt benötigt einen passenden Namen. Die GGH hat dafür nicht eine Agentur beauftragt, sondern den Namen mit den eigenen Mitarbeitern entwickelt. Das Ergebnis ist: MEILEN.STEIN. Dieser Name leitet sich ab vom Straßennamen Grüne Meile und dem Klinkerstein, der an der Fassade in verschiedenen Farben angebracht wird und das Projekt prägt. "Wir sehen unser Projekt auch schon als Meilenstein für die Bahnstadt an - bislang wendet sich kein anderes Projekt an so viele unterschiedliche Nutzer gleichzeitig. Auch hat kein anderes Projekt so viel Fläche, was uns diese Vielfalt ja erst ermöglicht", so Peter Bresinski.

"Seit 1921 tragen wir zur Entwicklung Heidelbergs bei. Die Architekturstile haben sich gewandelt; unser Ziel ist immer gleich geblieben: Qualitätsvollen Wohnraum für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen." Die Bewohner der Bahnstadt identifizieren sich sehr stark mit ihrem Stadtteil und zeigen dies auch gerne. "Wir hoffen, dass unsere künftigen Mieter in unserem neuen Quartier MEILEN.STEIN dies ebenso tun - und auf der noch kleineren Ebene sich genauso stark mit ihrer kleinen, von den Idealen der mittelalterlichen europäischen Stadt geprägten, Stadt in der Stadt verbunden fühlen!"

Stephan Höhne, Peter Bresinski und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck
Stephan Höhne, Peter Bresinski und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck mit der gefüllten Plombe für den Grundstein. Sie enthält die Baupläne, einen aktuellen Münzsatz und die Rhein-Neckar-Zeitung vom Tag der Grundsteinlegung.