Häufige Fragen

Für Mieter

  • Welche Ruhezeiten gelten?

    Das Zusammenleben in einem Haus erfordert in allen Lebenslagen gegenseitige Rücksichtnahme. Zum Schutz vor Lärm gelten darüber hinaus staatlich verordnete Ruhezeiten, die sich je nach Land und Gemeinde unterscheiden. Die GGH hat in ihren Hausordnungen folgende Zeiträume verbindlich festgelegt:

    13:00 Uhr bis 15:00 Uhr sowie 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr täglich.

    Auf unseren Grünanlagen, Spielplätzen und Freiflächen beginnt die Ruhezeit schon um 20:00 Uhr.

    In diesen Zeiten dürfen alle Geräusche höchstens Zimmerlautstärke erreichen. Sie sollten also außerhalb der eigenen Wohnung nicht mehr zu hören sein. Störende Geräusche müssen immer so weit beschränkt werden, dass sie für die Hausbewohner noch zumutbar sind.

    Alle Geräusche, die Menschen bei normalem Verhalten in ihrer Wohnung verursachen, sind hinzunehmen - sogar, wenn man sie selbst als störend empfindet. Hierzu gehören z.B. auch nächtliches Duschen und Baden (bis zu einer halben Stunde), spielende Kinder, vereinzeltes Hundebellen, Unterhaltungen in normaler Lautstärke und kurze Wortgefechte.

    Tipp: Wenn sich Ihre Nachbarn nicht an diese Regelungen halten, suchen Sie zunächst das persönliche Gespräch. Dabei und mit gegenseitigem Verständnis erreichen Sie in der Regel am schnellsten eine nachbarschaftliche Einigung. Wenn wiederholt gegen die Ruhezeiten verstoßen wird, können Sie sich an das Ordnungsamt wenden oder an die GGH. Damit wir tätig werden können, benötigen wir ein schriftliches Lärmprotokoll mit der Art und den Zeiten der Störungen.

  • Wie oft muss ich im Haus putzen?

    Die gemeinschaftlich genutzten Flächen und Räume sind wie folgt zu reinigen:

    • Jeder Mieter muss die Treppe, die zu seiner Wohnung führt, inklusive Treppenhauspodest und Geländer einmal wöchentlich feucht wischen und die Treppenhausfenster einmal monatlich putzen. Wohnen mehrere Mieter in einem Stockwerk, so haben sie diese Verpflichtung abwechselnd zu erfüllen. 
    • Der oder die Mieter im Erdgeschoss sind verpflichtet, einmal wöchentlich den Erdgeschossbereich und einmal monatlich dort vorhandene Fenster, Eingangstüren und die Klingelplatte zu reinigen. 
    • Die übrigen Flächen sind als "Große Hausordnung" im wöchentlichen Wechsel aller Mieter zu putzen: Keller (Treppen, Zugänge, Flure und Gemeinschaftsflächen), Speicher (Treppen, Zugänge und Gemeinschaftsflächen), Hauszugangsbereich, Gehweg, Standplatz für Müllbehälter.

    Der Zeitplan hierfür hängt im Treppenhaus. Wenn Sie verhindert sind, beauftragen Sie bitte eine Ihnen bekannte Person oder tauschen den Termin mit einem Hausbewohner.

    Diese Regelungen gelten, wenn kein Dritter mit der Reinigung beauftragt worden ist.

  • Wie heize und lüfte ich richtig?

    Für eine gleichmäßig warme Wohnung und ein gesundes Raumklima gelten folgende Tipps:

    • Heizen Sie alle Räume ausreichend und vor allem kontinuierlich.
    • Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe der Heizkörper durch Verkleidungen, lange Vorhänge oder vorgestellte Möbel.
    • Vermeiden Sie Dauerlüften während der Heizperiode.
    • Offene oder gekippte Fensterflügel verursachen ein Mehrfaches an Wärmeverlusten gegenüber einer gezielten „Stoßlüftung“ von etwa fünf bis zehn Minuten.
    • Größere Wasserdampfmengen, die z.B. beim Kochen oder Duschen entstehen, sollten durch gezieltes Lüften der betreffenden Räume sofort nach außen abgeführt werden.

    Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden wir Ihnen gerne die Broschüre des Gesamtverbandes der Wohnungswirtschaft e.V. "Richtig heizen und lüften - gesund wohnen" zu.

  • Welche Tiere darf ich halten?

    Kleintiere, die in Käfigen gehalten werden, sind in einer Mietwohnung erlaubt - in einer vernünftigen Anzahl in Bezug auf ihre Bedürfnisse und ihren Platzbedarf. Bei Hunden und Katzen müssen im Einzelfall die Interessen der Mietvertragsparteien und der Nachbarn im Haus abgewogen werden. Deshalb muss hier vor der Anschaffung eine Erlaubnis zur Tierhaltung bei der GGH eingeholt werden.

    Tierhaltung gibt leider oft Anlass zu Beschwerden der Mitbewohner im Haus. Auch hier gelten die Regeln des menschlichen Zusammenlebens. Deshalb sollten Sie vor der Anschaffung eines Haustiers überlegen, inwieweit es die Mitbewohner beeinträchtigt.

    Die Tierhaltung darf außerdem nicht dazu führen, dass Ihre Wohnung stärker abgenutzt wird oder das Haus und die Wohnanlage verschmutzt werden. Verletzt das Tier Menschen oder verursacht es Schäden an fremdem Eigentum, haftet der Besitzer.

  • Wie entsorge ich Sperrmüll?

    Sperrige Abfälle gehören nicht in die Abfallcontainer. Sie müssen als Sperrmüll bei der Stadt angemeldet werden. Eine Lagerung auf Allgemeinflächen zum Beispiel in Kellern oder auf Speichern ist aus Gründen der Verkehrssicherung nicht erlaubt.

    Jeder Haushalt in Heidelberg kann zweimal pro Jahr seinen Sperrmüll kostenlos entsorgen lassen: www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Rathaus/Sperrmuell.html
    Außerdem kann der Sperrmüll zu einem von fünf Recyclinghöfen gebracht werden: www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Rathaus/Recyclinghoefe.html
    Für Dinge, die für den Müll zu schade sind, gibt es einen Tausch- und Verschenkmarkt: www.heidelberg.internet-verschenkmarkt.de/list.asp.

    In einigen Wohnanlagen hat die GGH Sperrmüllboxen eingerichtet, die zu den dort angeschriebenen Uhrzeiten gefüllt werden dürfen. Für Anlagen mit mehr als 20 Wohnungen gibt es eigene Abholtermine, die von denen für den Stadtteil abweichen. Dort, wo dies der Fall ist, hängen entsprechende Informationen am Schwarzen Brett.

  • Sind Satellitenschüsseln erlaubt?

    Satellitenschüsseln stören den Gesamteindruck eines Hauses und können durch die Anbringung Schäden am Gebäude verursachen. Deshalb duldet die GGH keine Installation von Satellitenanlagen ohne ausdrückliche Genehmigung. Das Informationsbedürfnis der Mieter kann über das Breitbandkabelnetz der GGH auch mit zahlreichen ausländischen Programmen umfangreich gestillt werden: Radio- und Fernsehversorgung.

    Satellitenschüsseln werden daher nur in seltenen Ausnahmefällen genehmigt. Der Mieter muss hierfür schriftlich begründen, warum die gegebenen Möglichkeiten für den Informationsempfang nicht ausreichen und eine Satellitenanlage für ihn unbedingt notwendig ist. Dann kann die Montage einer Satellitenschüssel mit Vorgaben zur Platzierung und Befestigung unter Auflagen sowie gegen Kaution gestattet werden.

  • Benötige ich eine Haftpflichtversicherung?

    Beispiele: Sie sind bei Nachbarn eingeladen und stoßen aus Versehen ein Rotweinglas um, das einen teuren Teppich beschädigt. 
    Sie verletzen als Fahrradfahrer einen Fußgänger, der deshalb ins Krankenhaus muss. Als Verursacher müssen Sie für die Behandlungskosten, Schmerzensgeld und einen eventuellen Verdienstausfall aufkommen.

    Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder abschließen, um gegen von ihm verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden versichert zu sein. Abgedeckt werden Schadensfälle im privaten Umfeld des Versicherten, vor allem in den Bereichen Freizeit, Sport, Familie und Nachbarschaft. Ausgeschlossen sind Schäden, die Sie selbst als Versicherter oder Mitversicherter erleiden beziehungsweise als Angehöriger, der im selben Haushalt wohnt. Ebenso nicht versichert sind vorsätzlich verursachte Schäden. Wer keine Haftpflichtversicherung hat, muss für von ihm verursachte Schäden in unbegrenzter Höhe mit dem eigenen Einkommen und Vermögen zahlen. Eine kleine Unachtsamkeit kann daher den finanziellen Ruin bedeuten.

  • Benötige ich eine Hausratversicherung?

    Beispiel: Ein Wasserrohr bricht in der Wohnung oder im Keller. Das auslaufende Wasser beschädigt Ihre Möbel und andere Haushaltsgegenstände.

    Eine Hausratversicherung ersetzt Schäden an Haushaltsgegenständen, die durch Feuer, Sturm, Leitungswasserschäden, Explosion, aber auch durch Einbruch, Diebstahl oder Vandalismus entstehen. Versichert sind alle Haushaltsgegenstände wie Möbel, Teppiche, Kleidung, Geräte und Ähnliches. Ebenfalls versichert sind Bargeld und Wertpapiere, jedoch nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. In vielen Versicherungsverträgen sind sogenannte Sorgfaltspflichten festgeschrieben. Wenn Sie zum Beispiel Ihren Herd einschalten und die Wohnung verlassen, kann es im Schadensfall sein, dass die Versicherung nicht für die entstandenen Schäden aufkommt. Um die Versicherungssumme festzulegen, müssen Sie den Wert Ihres Hausrats schätzen. Das können Sie selbst oder gemeinsam mit der Versicherung tun. Manche Versicherungsunternehmen bieten auch eine Pauschalberechnung an, bei der ein Pauschalbetrag pro Quadratmeter festgelegt und anhand dessen die Versicherungssumme für die gesamte Wohnung bestimmt wird.

  • Informationen zum Thema Legionellen

    Spülpflicht der Bewohner


    Als Hauseigentümer stellen wir Wasser in einer gesetzlich geregelten Qualität zur Verfügung. Grundlage hierfür ist die Trinkwasserverordnung.

    Werden Wasserhähne längere Zeit nicht betätigt, können sich in dem in den Leitungen stehenden Wasser Bakterien vermehren. Dabei handelt es sich um Legionellen, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Das Einatmen von stark legionellenhaltigen Wassertröpfchen beim Duschen kann zu Lungenentzündungen führen. Eine Infektion durch das Trinken legionellenhaltigen Wassers oder den bloßen Kontakt mit der Haut kann ausgeschlossen werden.

    Die Trinkwasserverordnung schreibt deshalb allen Bewohnern vor, spätestens alle drei Tage ihre Leitungen zu spülen. Bei selten oder gar nicht genutzten Wasserhähnen sollte dann für etwa 30 Sekunden der Hahn aufgedreht und mit Wasser mit maximaler Temperatur gespült werden. So wird  die Wahrscheinlichkeit eines Bakterienbefalls stark gesenkt.

    Dabei werden etwa 2,1 Liter Wasser bei einem Handwaschbecken oder 4,5 Liter bei einer Badewanne ausgespült. Dies entspricht Wasserkosten (ohne Wärmekosten) von 1 Cent beim Waschbecken und 2 Cent bei der Badewanne. Wird diese Spülung alle drei Tage wiederholt, ohne die Wasserstelle darüber hinaus zu nutzen, entstehen jährliche Wasserkosten von 1,22 Euro am Waschbecken und 2,43 Euro an der Badewanne.

    Ihr Gewinn: Sie müssen nur noch Zeit für die alle drei Jahre vorgeschriebenen Prüfungen des Leitungsnetzes durch eine Fachfirma einplanen. Bei Legionellenbefall hingegen kommen Desinfektionen und Nachuntersuchungen hinzu, für die die Mieter zuhause anwesend sein müssen.

  • Wie kündige ich meine Wohnung?

    Wer seinen Mietvertrag kündigen möchte, muss dabei einiges beachten - allen voran die gesetzlichen Kündigungsfristen. Damit Sie in einem solchen Fall auf der sicheren Seite sind, klären wir über die verschiedenen Fristen auf.

    In der Regel wird ein Mietverhältnis ordentlich gekündigt. Hier muss dem Vermieter die schriftliche Kündigung bis zum dritten Werktag eines Kalendermonats vorliegen. Das Mietverhältnis endet dann zum Ablauf des übernächsten Monats (§573c BGB). Es bestehen also einheitlich drei Monate Kündigungsfrist für alle Wohnraummietverhältnisse. Das bedeutet: Wollen Sie am 28. Februar aus Ihrer Wohnung ausziehen, so muss die Kündigung spätestens am 4. Dezember des Vorjahres vorliegen. Geht die Kündigung nach dem dritten Werktag im Monat Dezember ein, gilt sie erst zum 31. März.

    In folgenden Fällen haben Sie ein Sonderkündigungsrecht:

    • Nach der Mitteilung über eine Modernisierung haben Sie bis zum Ende des Folgemonats Zeit, außerordentlich zum Ablauf des darauf folgenden Monats zu kündigen (§555e BGB). Das bedeutet: Die Ankündigung kommt am 15. September; Sie haben bis zum 31. Oktober Zeit zu kündigen und ziehen zum 30. November aus. 
    • Nach Erhalt eines Mieterhöhungsverlangens haben Sie zwei Monate Zeit, außerordentlich zum Ablauf des übernächsten Monats zu kündigen (§561 BGB). Das bedeutet: Wenn Sie das Schreiben am 15. September erhalten, haben Sie bis zum 30. November Zeit für die Kündigung und ziehen zum 31. Januar 2014 aus. Machen Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, sind Sie von der Mieterhöhung nicht betroffen. Eine Anpassung der Betriebskosten ist keine Mieterhöhung.

    Nachmieter: Oft kommt es vor, dass Mieter uns um eine vorzeitige Kündigung bitten, weil sie einen Interessenten für ihre Wohnung kennen. Wir sind gesetzlich nicht verpflichtet, die von Ihnen vorgeschlagene Person als Nachmieter zu akzeptieren. Zudem erfolgt unsere Wohnungsvergabe ausschließlich anhand unserer Interessentenliste. Die oben genannten Kündigungsfristen sind daher in jedem Fall einzuhalten.

Für Mietinteressenten

  • Wie bewerbe ich mich für eine GGH-Wohnung?

    Wir bieten Ihnen eine bequeme und schnelle Möglichkeit, sich online als Mietinteressent bei uns registrieren zu lassen. Bitte besuchen Sie hierfür die Seite Für Mietinteressenten.

    Für die Anmietung von öffentlich geförderten Wohnungen ist darüber hinaus ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Diesen können Sie bei der Stadtverwaltung Ihres Wohnortes beantragen. In Heidelberg sind die Bürgerämter für die Ausstellung von Wohnberechtigungsscheinen zuständig.

  • Benötige ich einen Wohnberechtigungsschein?

    Ein Wohnberechtigungsschein ist nur für die Anmietung von öffentlich geförderten Wohnungen erforderlich. Ein großer Teil unseres Bestands von rund 7.100 Wohnungen kann ohne Wohnberechtigungsschein gemietet werden.

  • Wie bekomme ich einen Wohnberechtigungsschein?

    Der Wohnberechtigungsschein kann in allen Bürgerämtern der Stadt Heidelberg beantragt werden. Die Erteilung eines Wohnberechtigungsscheines ist einkommensabhängig. 
    Informationen zu den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg

  • Wo hat die GGH Wohnungen?
  • Fällt Kaution an?

    Eine Kaution ist eine Sicherheitsleistung, die der Mieter an den Vermieter zahlt. Sie dient dazu, eventuelle Ansprüche und Forderungen des Vermieters gegen den Mieter zu sichern, die aus dem Mietverhältnis und seiner Beendigung entstehen können.

    Die Kautionssumme entspricht drei Nettokaltmieten. Der Mieter ist berechtigt, die Kaution in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen zu leisten. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die weiteren Zahlungen werden zusammen mit den unmittelbar folgenden Mietzahlungen fällig.

    Wird die Wohnung bei Beendigung des Mietverhältnisses in einem vertragsgemäßen Zustand übergeben, erhält der Mieter die Kaution vom Vermieter zurück.

  • Fällt Provision an, oder muss ich Anteile erwerben?

    Die GGH vermietet provisionsfrei. Auch Anteile müssen nicht erworben werden, da die GGH keine Genossenschaft ist.

  • Wie schnell bekomme ich eine Wohnung?

    Die Nachfrage übersteigt unser Angebot an vermietbaren Wohnungen um ein Vielfaches. Dies gilt besonders für Wohnungen in begehrten Lagen.

    Je nach Ihren Wohnungswünschen (Lage, Größe, Miethöhe) kann es Monate dauern, bis wir Ihnen ein geeignetes Angebot machen können. Die voraussichtliche Wartezeit hierfür können wir leider nicht abschätzen.

  • Wie schnell bekomme ich eine Wohnung mit Wohnberechtigungsschein?

    Ein Wohnberechtigungsschein bietet nur die Möglichkeit, einen Mietvertrag für eine geförderte Wohnung abzuschließen. Einen Anspruch auf eine solche Wohnung haben die Inhaber damit nicht.

    Die Nachfrage übersteigt unser Angebot an vermietbaren Wohnungen um ein Vielfaches. Dies gilt besonders für Wohnungen in begehrten Lagen. Je nach Ihren Wohnungswünschen (Lage, Größe, Miethöhe) kann es Monate dauern, bis wir Ihnen ein geeignetes Angebot machen können. Die voraussichtliche Wartezeit hierfür können wir leider nicht abschätzen.